Die Owinger Füchse Foto: Selinka

Jubiläumsball, Dämmerungsumzug und großes Tiermaskentreffen mit zusammen mehr als 6000 Hästrägern und ebenso vielen Zuschauern machten Owingen zur Narrenhochburg.

Ein grandioses Narrenfest als „Fuchs-Feiertage“ zum 75. Geburtstag veranstaltete der „Aubenger Narraverei“ über das vergangene Wochenende. Begonnen hatte alles mit dem großen Jubiläumsball mit 25 Gastvereinen, die ihr Brauchtum in der närrisch geschmückten Eyachtalhalle präsentierten.

 

Farbenfrohes, närrisches Spektakel durch den Ort

Nach diesem tollen Auftakt zog am Samstag ein Dämmerungsumzug als Fasnetshöhepunkt des zweiten Tages mit 54 Zünften, Vereinen und Gruppen aus der näheren und weiteren Umgebung mit mehr als 2500 Hästrägern und Musikanten an ebenso vielen begeisterten Zuschauern vorüber. Dem farbenprächtigem, närrischem Spektakel ging ein Zunftmeisterempfang voraus, bei dem Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut Glückwünsche an die Owinger Füchse und Fuchsgräber übermittelte.

Narrentross geht bis in die Nacht hinein

Am dem über zweistündigen Narrentross bis in die Nacht beteiligten sich Gruppen aus der Nachbarschaft, so aus Rangendingen, Bisingen, Balingen, Empfingen, Fischingen wie auch aus dem Hechinger, Rottenburger, Tübinger und Reutlinger Raum. Die weiteste Reise hatten dabei die Schnägge Clique Düllge aus Lörrach und die Bühler Muhrbergdachse aus der Ortenau. Dem Umzug schloss sich ein buntes närrisches Treiben im Dorf und in der Eyachtalhalle und im großen Barzelt an.

Narrenmesse eröffnet den Jubiläumssonntag

Den Jubiläumssonntag eröffnete eine Narrenmesse in der alten Jakobuskirche unter dem Motto „Lebensfreude – Dankbarkeit – Gemeinschaft“, die Diakon Ralf Rötzel und Silke Schmocker sowie musikalisch der Owinger Musikverein unter der Leitung von Stephan Riethmüller und der Kirchenchor unter der Leitung von Friedrich Stifel gestalteten. Viele Närrinnen und Narren waren im Häs erschienen und für alle war diese frohe Wortgottesfeier eine bereichernde Einstimmung auf den stimmungsvollen, närrischen Jubiläumssonntag.

Gottesdienst und ein Zunftmeisterempfang

Dieser brachte nach dem Gottesdienst einen weiteren Zunftmeisterempfang aller Narrenoberen des großen Jubiläumsumzuges. Dabei durfte Narrenchefin Denise Henne nicht nur die zahlreichen Glückwünsche der 60 am Umzug beteiligten Vereine, Zünfte und Gruppen entgegennehmen, sondern auch solche in launig-närrische Reimform verpackte von Bürgermeister Heiko Lebherz und Ortsvorsteher Karl-Heinz Binder. Für den musikalischen Farbtupfer im Sportheim sorgte die Musikkapelle Owingen.

Das bei diesen Empfängen durch die Narrenvereine gespendete Geld kommt dem sozialen Zweck „Kastanienhof – Arbeit in Selbsthilfe“ zu Gute.

Für die zum Jubiläumsumzug angereisten 60 Narrengruppen mit 3500 Hästrägern gab es dann kein Halten mehr. Ebenso viele Gäste überfluteten das närrische „Aubenge“, welche auch gekommen waren, um das 15. Tiermaskentreffen mitzuerleben.

Tiermasken haben in der Fasnacht eine lange Tradition. So war gestern Nachmittag in Owingen nicht nur der Bär los, sondern es zogen Füchse, Mäuse, Hasen, Wölfe, Dachse, Esel, Kälber und weiteres Getier im Rhythmus von Musikkapellen, Guggenmusiken und Fanfarenzügen durch die Straßen bis zu Eyachtalhalle.

Vorne weg der Aubenger Jubiläumsverein mit seinen Füchsen und Fuchsgräbern, der Fürstengarde und dem Fürstenpaar Pia I. und Luis I. auf ihrem Wagen, alle begleitet vom örtlichen Musikverein. Mit Großaufgebot reihten sich anschließend neun Narrenvereine aus der Gesamtstadt Haigerloch ein, ebenso wie die Narrenzunft Jägi aus Rangendingen und die Nordstetter Geißböck und die Boller Hasawedel. Die Bisinger Nichthuldier und Kirchamäus und die Schlatter Uhus durften nicht fehlen. Die weiteste Anreise hatten am Sonntag der Carnevalsverein Spessarter Eber mit ihren Wildschweinen und die Freie Narrenzunft Philiipsburger Geese mit ihren Geißen.

Besenwirtschaften sorgen für die Bewirtung

20 Besenwirtschaften und Stände der örtlichen Vereine und von Privatpersonen entlang der Umzugsstrecke und im Ort sorgten für die Bewirtung von Narren und Gästen. In Owingen ging nach dem Umzug sowohl in der Eyachtalhalle und den vielen anderen Zelten im Ort das närrische Spektakel weiter.