Bevor die fünfte Jahreszeit am Aschermittwoch zu Ende geht, wird in Ostelsheim gefeiert. Die Narrenfreunde Heckenbeerlesgäu Ostelsheim e.V. 1986 haben drei Tage volles Programm.
Von klein auf ist er bei den Narrenfreunden Heckenbeerlesgäu Ostelsheim 1986 dabei. Mike Schöffler ist Vorsitzender des Vereins und Sohn von gleich zwei Gründungsmitgliedern. Sein Vater, Olli Schöffler, ist neben Hube Eberle und Harry Unger noch einer von dreien, die bei der Gründung des Vereins dabei waren und noch heute aktiv sind im Verein.
Im Gespräch mit unserer Redaktion berichtet Mike Schöffler von den im Jubiläumsjahr geplanten, noch folgenden Veranstaltungen – denn der Verein wird 40 Jahre alt.
Am Schmotzigen Donnerstag findet so ein Festakt statt. „Geladene Gäste“, mitunter Vereine, Gönner, Sponsoren und Mitglieder, dürfen sich auf einiges an Programm freuen. Schöffler spricht von Hexentänzen von Alt und Jung. Darüber hinaus soll es ein bis zwei Überraschungspunkte geben.
Tags darauf, Freitag, 13. Februar, findet der Luggaball statt. Hier sei ursprünglich eine kleine Abendkasse geplant gewesen – allerdings gab es laut dem Vorsitzenden einige Nachmeldungen vonseiten der Gastzünfte, weshalb die Veranstaltung „ziemlich voll“ ist und auf eine Abendkasse verzichtet werden muss.
Der große Jubiläumsumzug Abgerundet wird das Veranstaltungstrio vom großen Jubiläumsumzug mit Fleggafasnet am Samstag, 14. Februar. Beginn ist um 14 Uhr. Der Eintritt kostet für alle über 16-Jährigen drei Euro. Alle, die jünger sind, können kostenlos zuschauen. Zu dem Umzug kommen viele befreundete Gruppen und Zünfte, weiß Schöffler. Insgesamt handele es sich um 49 Gruppen und 2200 gemeldete Hästräger.
Rund um die Umzugsstrecke herum wird es Stände mit Verpflegung von Privatpersonen und Vereinen geben. Abends steige dann außerdem eine große Party mit Zelt und Barbetrieb.
Großer Organisationsaufwand
Üblicherweise gibt es alle fünf Jahre einen Umzug. Dieses Mal ist der vorangegangene Umzug bereits zehn Jahre her, da wegen Corona einer ausfallen musste.Das führt auch zu einem höheren Organisationsaufwand – seit eineinhalb Jahren wird geplant und vorbereitet.
In diesem Jahr keine Kinderfasnet
Eine Kinderfasnet wird es in diesem Jahr nicht geben. Üblicherweise findet diese am Samstag nach dem Schmotzigen Donnerstag statt. Dieses Mal gibt es stattdessen den Umzug – der ja im Übrigen auch etwas für Kinder ist, versichert Schöffler mit einem Lächeln.
Am Dienstag steht dann noch die Hexenverbrennung an, aber die wird nach den drei Festtagen intern bleiben, so der Chef des Narrenvereins.
Blick in die Vergangenheit Alles begann vor 40 Jahren. Auf der Internetseite des Vereins ist nachzulesen, dass sich eine Gruppe an Jungs in der damaligen Diskothek „Fledermaus“ in Simmozheim traf. Angesichts ihres Interesses an der Fastnacht kamen sie auf die Idee, etwas Eigenes zu gründen – so entstand schnell der Verein Narrenfreunde Heckenbeerlesgäu 1986. Beim Verfassen der Vereinssatzung habe man sich an den Regeln der Schwäbisch-alemannischen Fastnacht orientiert. Bis heute gibt es in Ostelsheim zwei Figuren – die „Nautheimer Luggahex“ und den „Schwäbischen Landteufel“.
Blick in die Gegenwart
Der Verein wuchs über die Jahre und begann, auch außerhalb der Fastnacht an Veranstaltungen und bei Aktivitäten mitzuwirken. So unter anderem mit einem Stand beim Fleckenfest, Unterstützung beim Kinderferienprogramm der Gemeinde und bei der Bewirtung beim Käfertreffen.
Blick in die Zukunft Oft fehlt es Vereinen an Nachwuchs. Das Gegenteil ist der Fall bei den Narrenfreunden Ostelsheim. Mike Schöffler berichtet stolz vom Kinderhexentanz mit rund 15 Kindern. Es seien einige Junge neu dazugekommen. „Nachwuchsprobleme haben wir auf keinen Fall“, weiß er.
Weitere Informationen zum Verein und dem Jubiläumsumzug finden sich unter www.narrenfreunde-heckenbeerlesgaeu.de und bei Instagram unter @narrenfreunde_ostelsheim.