Die Dreikönigsversammlung der Oberndorfer Narrenzunft liefert passgenaue Lösungen für die unendliche Talplatz-Baustelle – und alles mit Elferrat-Power.
Gut gelaunt und heiter eröffnete die Narrenzunft Oberndorf am Dreikönigsabend die diesjährige Fasnet im Don-Bosco-Haus und begeisterte die vielen Besucher mit einem überaus unterhaltsamen und abwechslungsreichen Programm.
Zu Beginn der Veranstaltung, die von der kleinen Besetzung der Stadtkapelle einmal mehr musikalisch begleitet wurde, stand der Bericht von Zunftmeister Marco Pfisterer der auf das vergangene Jahr einging und feststellte, dass sich in der Welt wenig zum Besseren geändert habe und er deshalb nur die „Good News“ erwähnen wolle.
„Fraidareiche Stunden“ warten
Die beste Neuigkeit sei, verkündete er nach einigen Beispielen, dass Dreikönig sei und die Oberndorfer Fasnet bereitstehe. Sie werde wieder viele Menschen zusammenführen, Kinderaugen strahlen, die Augen älter Leute vor Rührung feucht werden und „uns lachen und zusammen fraidareiche Stunden haben“ lasse.
Er begrüßte die Anwesenden, aber auch Bürgermeister Matthias Winter, der schließlich der wichtigste Mann an der Oberndorfer Fasnet sei – allerdings erst nach dem Polizeischantle und dem Präsidenten. Pfisterer ließ ein, wie er sagte, „schaffiges“ Jahr Revue passieren, erinnerte an die Fasnet, Veranstaltungen, Termine und informierte über den Ablauf der nun anstehenden Fasnet. Über den Verkauf von Plaketten und Lärvle berichtete Elferrat Jörg Lohmann, der zudem ein Loblied auf den Zeremonienmeister Fabian Seitz anstimmte.
Musik bereitet die Bühne
Sehnlichst erwartet wurde von den vielen anwesenden Narren der zweite Teil der Veranstaltung, war man doch gespannt, was die Elferräte in diesem Jahr zu bieten haben würden. Und sie hatten natürlich allerhand Neuigkeiten und heitere Begebenheiten im Gepäck, ließen aber der Schantlekapelle vom Lindenhof, die, angeführt vom Zeremonienmeister und ihrem Dirigenten Hubert Märländer, mit dem „Holzhacker“ einmarschierte, den Vortritt.
Das von der Stadtkapelle bereits bestens in Stimmung gebrachte Publikum sang und schunkelte nach altbekannten Fasnetsweisen und verabschiedete die Kapelle, nachdem die Raumtemperatur gefühlte 40 Grad erreicht hatte, mit viel Beifall.
Die Sache mit dem Talplatz
Zwischenzeitlich hatte sich die Pfauenkapelle auf der Bühne platziert und lieferte den kongenialen Rahmen für die nachfolgenden Auftritte des Elferrates. Diese waren – wer hätte anders erwartet – bemerkenswert.
Die „unendliche Geschichte“, die Baustelle Talplatz, war an diesem Abend das Thema des Elferrats. Man legte selbst Hand an, um die Eröffnung zu beschleunigen und sang: „Auf jeden Fall/springen die Narren nächstes Jahr wieder ins Tal“. Christian Kinzel gab den Bürgermeister, der sich, obwohl er in Eile war, persönlich einen Eindruck vom Fortschritt der Arbeiten verschaffte.
Kreative Problemlösung
Man machte sich selbst Gedanken über die Gestaltung des Talplatzes und kam zu überlegenswerten Ergebnissen. Friseure haben ja Tradition im Tal, und so entführte der Elferrat seine Gäste in einen Friseursalon, in dem Hans-Jörg Kopf und Frank Schmid ihrem Elferratskollegen Axel Storz eine neue Frisur verpassten. Im KKK lief der Thriller „Der Killerkarpfen vom Kapf“, und die Citymanagerin engagierte Shakira für einen Open-Air-Auftritt im Tal. Beim „Bier-Yoga“ von Jörg Lohmann konnte man etwas für sein „spirituelles Inneres“ tun, und auch das Thema Wasserspiele kam wieder aufs Tapet.
Hier meinte Mummel, man brauche etwas Monumentales und schlug die Containerlösung vor. Die Ehrenelfer Wolfgang Merkel und Günter Danner sowie Ebse Schmid mussten für das Projekt herhalten und betätigten sich als lebende Brunnenfiguren, die wasserspeiend den Talplatz belebten. Auch regelmäßige Auftritte des Drehorgelmanns kann man sich vorstellen, denn schließlich kann die von der Narrenzunft neu renovierte Drehorgel auch den Narrenmarsch.
Auch für das Gelände der ehemaligen Brauerei ist eine Lösung in Sicht. Hier denkt man an ein Golf Erlebnis Resort. Zum Ende des Programms sang der Elferratschor zusammen mit der Pfauenkapelle das Lied vom Petrus, der mit dem Engel einen Bummel macht und mit dem Fasnetshit der Pfauenkapelle „Fasnet im Herz“ beschloss, dass man eine Fasnetseröffnung feiert, die allen Beteiligten wohl lange in Erinnerung bleiben werde und ein wundervoller Einstieg in die diesjährige Fasnetssaison sei.