Nicht nur Simone Kinzel (links) und Birgit Müller-Stark von der Bürgerstiftung ist die Aktion zur Fasnet ans Herz gewachsen. Über die Jahre hat sie viele Unterstützer gefunden. Foto: Cools

Wer hätte das zu Anfang gedacht? Der „Narr mit Herz“-Hype in Oberndorf ist größer denn je. Wer auch dieses Jahr mitmacht, der kann sich den zehnten Bändel ans Revers heften.

Gutes für Oberndorfs Jugend tun und offen die Verbundenheit mit der lokalen Fasnet zeigen: Das ist seit mittlerweile zehn Jahren mit dem „Narr mit Herz“-Bändel möglich. Dass diese Aktion so einen großen Zuspruch finden würde, damit hatte man am Anfang nicht gerechnet, geben die Verantwortlichen der Bürgerstiftung zu.

 

Vorbild waren die Viererbund-Freunde: Nachdem die „Narr mit Herz“-Aktion in Überlingen erfolgreich war, wagte die Bürgerstiftung 2017 dasselbe in Oberndorf. Und die Resonanz war mit rund 2300 Euro an Einnahmen gleich so gut, dass weitere Auflagen außer Frage standen.

Seitdem sind bereits mehr als 50 000 Euro zusammengekommen. Allein an der Fasnet 2025 waren es rund 8800 Euro.

Den „Narr mit Herz“-Bändel gibt es gegen eine Spende von drei Euro. Das ist trotz steigender Produktionspreise seit 2017 unverändert. Viele gäben aber regelmäßig deutlich mehr als das, drücken Simone Kinzel und Birgit Müller-Stark von der Oberndorfer Bürgerstiftung ihre Freude über die Großzügigkeit der Spender aus.

Investition in die Jugend

Die Einnahmen fließen dabei in den Jugendfonds der Bürgerstiftung. Damit konnten in den vergangenen neun Jahren bereits 34 Projekte mit insgesamt mehr als 31 000 Euro gefördert werden. Dazu zählten Aktionen wie das „Okidorf“, der „Poetry Slam“ und das Kinderfest ebenso wie Ausflüge und Anschaffungen für Kinder und Jugendliche in Vereinen.

Jugendliche der Gesamtstadt könnten dabei alleine oder in Zusammenarbeit mit der Stadtjugendpflege oder im Rahmen einer Vereinstätigkeit selbst festlegen, für welche Projekte sie mit Hilfe eines Förderantrages Unterstützung bei der Bürgerstiftung anfragen. Ziel ist es, neue Projekte auf den Weg zu bringen. Außerdem können die Jugendlichen Erfahrungen dabei sammeln, eine Projektidee schriftlich darzustellen.

Welche Projektanträge positiv beschieden werden, entscheidet sich dann jeweils in den Vorstandssitzungen der Bürgerstiftung. Manchmal kommt es dabei auch nur zu Teilförderungen, oder die Einreichung weiterer Unterlagen oder Nachweise wird nötig.

Mehr Anträge

Inzwischen gingen mehr Anträge ein, berichten Kinzel und Müller-Stark. Und in finanziell schwierigen Zeiten wie diesen könnten es bald noch mehr werden, vermuten sie. Vielleicht gingen dann auch mal Anträge zu Dingen ein, die früher von Schulen oder der Kommune getragen werden konnten.

2025 hat die Bürgerstiftung beispielsweise erstmals ein Schulangebot mit 1500 Euro unterstützt, die Holzwerkstatt der Ivo-Frueth-Schule.

Hier gibt’s den Bändel

Mit dem Start in die fünfte Jahreszeit an Dreikönig hat auch die „Narr mit Herz“-Saison für die Bürgerstiftung begonnen. Den Bändel gibt’s am Schantlesonntag, 1. Februar, und vom Schmotzigen, 12. Februar, bis zum Fasnetsdienstag, 17. Februar, im Don Bosco Haus, in den Wirtschaften und „uff d’r Gass“.

Außerdem wurden wieder etliche Verkaufsstellen eingerichtet. Dies sind: „i-Dipfele“, „InBalance“, Optik&Schmuck Günther, Helgas Blumenlädle, Schuhhaus Seidel, Papier Ecke und neuerdings Claudias Nähzentrum. Zudem brächten viele Unterstützer in Vereinen und im privaten Bereich den Bändel an den Narren. Für Auswärtige – der „Narr mit Herz“-Hype macht an Deutschlands Grenzen nicht Halt – kann auch per E-Mail an info@buergerstiftung-oberndorf.de Kontakt aufgenommen werden. Der Bändel werde dann nach Eingang der Spende versendet.

Die Farben des zehnten „Narr mit Herz“-Bändels wecken übrigens schon Vorfreude auf ein besonderes Event 2027. Dann ist nämlich Narrentag bei den Viererbund-Freunden in Elzach.