Beim Saal-Narrensprung „strahlt die Seele“. Foto: Wagner

Von Promi-Auftritten bis zur längsten Polonaise des Abends: Der Bürgerball in Oberndorf bot ein Feuerwerk an Unterhaltung – echte Gänsehaut-Momente inklusive. Wir haben die Bilder.

„Oben gute Laune, unten gute Laune, vorne gute Laune, hinten gute Laune, rechts gute Laune, links gute Laune – gute Laune überall“ hatten die Besucher des Oberndorfer Bürgerballs am Samstagabend in der Neckarhalle. Und das nicht nur, weil das Lied, das gerade überall in der Endlosschleife läuft, auch beim Bürgerball angestimmt wurde, sondern weil die Narrenzunft Oberndorf ein abendfüllendes Programm präsentierte, das mit dem Prädikat „vorzüglich“ versehen werden konnte.

 

Der Einmarsch von Elferrat und Stadtkapelle ließ die Herzen der Narren höherschlagen, und das „lebende Bild“ mit anschließendem Saal-Narrensprung erzeugte auch dieses Jahr wieder bei vielen eine Gänsehaut und ließ „die Seele strahlen“, wie Zunftmeister Marco Pfisterer prophezeite.

Mäschkerle muss getröstet werden

Die beiden Garden der Narrenzunft Beffendorf sind ein gern gesehener Gast in Oberndorf und begeisterten das Publikum in der voll besetzten Neckarhalle mit ihren Showtänzen, und die Band CIRO-Five tat das Ihrige dazu, um die Narrenschar zu unterhalten, die Gelegenheit zum Tanzen zu bieten und zur längsten Polonaise Oberndorfs zu animieren.

Die schwere Aufgabe, ein Mäschkerle zu trösten, hatten Amor, Tarzan, Piraten und Kaiser Franz, verkörpert durch den Elferrat. Amors Pfeile jedoch verfehlten ihr Ziel bei allen, bis schließlich der Präsident persönlich das arme Ding zum Bürgerball ausführte.

Atemberaubende Jonglage

Eine Mischung zwischen Clownerie und Artistik zeigte das Duo Extra-Art, das die Zuschauer mit ausgefeilter Mimik und Gestik sowie atemberaubenden Jonglagen und kraftstrotzender Artistik von den Stühlen riss. Mit der Verpflichtung von Bernd Schwarte und Fabian Flender hatte die Narrenzunft nicht nur eine sehr gute Wahl, sondern auch den Geschmack des Publikums getroffen.

Als Boygroup mit Chor kündigte Marco Pfisterer „Boss“ Wolfgang Merkel und die Schantle an. „Das ist die Oberndorfer Fasnet, die uns allen so gefällt, die beste Fasnet der Welt“, lautete der Refrain des Liedes, das die Oberndorfer Fasnet beschrieb und damit die Herzen der Gäste berührte.

Eine Hommage an die „i-Dipfele“-Familie

65 Jahre „i-Dipfele“ waren das Thema des nächsten Songs, in den auch Jörg Rinker einstimmte, und mit dem man sich bei „Bruni“ und ihrer Familie für die jahrelange liebevolle Gastfreundschaft im Lokal bedankte. Ein Hansel fragte sich musikalisch, wie es wohl in seinem Leben weitergehe – und ob es auch noch als Erwachsener ein Hansel sein dürfe. Es durfte! Und auch der Wechsel zum Schantle wurde ihm in Aussicht gestellt.

Damiano Maiolini mit seiner Crew

Als Vorgruppe zu einem sehenswerten Event hatte sich das einzige Männerballett der Narrenzunft in sportliches Outfit geworfen, bevor Damiano Maiolini mit seiner Bühnentanz-Crew Stage-Six eine fulminante Tanzperformance darbot.

Beim großen Finale bedankte sich Zunftmeister Marco Pfisterer bei allen Beteiligten. Die gaben auf der Bühne ein imposantes Bild ab und mischten sich zu den Klängen des Narrenmarsches wieder unters närrische Volk, um zusammen noch bis in den Morgen einen wunderbaren Bürgerball zu feiern.