Nun kann die Fasnet kommen. Unter großer Beteiligung von Hästrägern der Gayser-Gilde, der Gayser-Musikanten und Schaulustigen stellten kräftige Helfer den überdimensionalen Knochen in der Ortsmitte auf. Foto: Kurt Weiß

Gayser-Gilde und Eschach-Kobolde sind in Obereschach in die närrischen Tage gestartet.

Mit dem Häs-TÜV, der Neuaufnahme von Hästrägern und dem Aufstellen ihres Symbols, des überdimensionalen Knochens in der Dorfmitte, läutete die Gayser-Gilde am Dreikönigstag die Fasnet und damit ihr 50-jähriges Vereinsbestehen in Obereschach ein.

 

Der Häs-TÜV ist ein alljährliches Ritual, bei dem die Narren im Vereinsheim ihr Häs auf Vollständigkeit und Unversehrtheit überprüfen lassen müssen, während im Proberaum der „Alten Schule“ die Gayser-Musikanten ihre letzte Probe vor den hohen Tagen abhalten.

Zu deren Fasnet-Hits werden alljährlich auch die neuen Hästräger aufgenommen und von Patrick Fleig und Laurin Winterhalder auf die Gilde eingeschworen wurden. Mit 14 neuen Hästrägern konnte in diesem Jahr eine besonders große Anzahl in die Gilde aufgenommen werden.

Viele Hästräger

Patrick Fleig und Laurin Winterhalder kündigten an, ab dem kommenden Jahr die Neuaufnahmen auf zehn Mitglieder zu beschränken, da die Beschaffung von Häsern und Masken in dieser Größenordnung inzwischen viel Mühe bereite. Aufgrund der seit Jahren ständig stark wachsenden Anzahl an Hästrägern war die Anzahl dieser auch groß, welche sich hinter die Gayser-Musikanten und hinter dem Knochen einreihten, als dieser in die Ortsmitte getragen und dort aufgestellt wurde.

Bevor jedoch die Fasnet in Obereschach so richtig los geht, nehmen die Gayser noch an einigen Umzügen in der näheren und weiteren Umgebung teil, so unter anderem in Schabenhausen am 17. Januar und in Mundelfingen am 25. Januar.

Das Jubiläum

Richtig los mit den Jubiläumsfeierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen geht es am Freitag, 30. Januar, mit einem Jubiläumsball für geladene Vereine. Am Samstag, 31. Januar, startet um 16 Uhr der Dämmerungsumzug mit 24 Zünften und rund 1200 Hästrägern. Anschließend ist Dorffasnet in der Festhalle, Festzelten, Schirmbars und Besenwirtschaften. Am Sonntag, 1. Februar, findet ab 10.30 Uhr eine Narrenmesse in der St. Ulrich Kirche und ab 13 Uhr ein Kinderumzug mit rund 500 Kindern aus 18 Zünften mit anschließender Kinderfasnet in der Festhalle statt.

Bei den Eschach-Kobolden schaut Sven Schlegel (rechts), dass die Hästräger einen guten Eindruck hinterlassen. Foto: Kurt Weiß

Szenenwechsel: Jubel, Trubel, Heiterkeit herrschte am Abend vor Dreikönig im Vereinsheim der Eschach-Kobolde, als dort das Abstauben der Häser angekündigt und die Eröffnung der Fasnet angekündigt war.

Sauber aufgereiht hingen die Masken der rund 50 Hästräger an der Wand und warteten auf das Abstauben, nachdem sie jetzt ein Jahr in einem staubigen Winkel untergebracht waren.

Dass sie über die Fasnetstage bei Narrentreffen und Umzügen einen guten Eindruck hinterlassen, dafür sorgte Vorsitzender Sven Schlegel, der die Reinigung strengstens überwachte.