Auch die Fasneteröffnung in Nußbach litt unter strömenden Regen. Der Hemdglonkerumzug im Freien fiel aus, dafür Treffen im Rathaus.
Das war nun dieses Jahr eine Fasneteröffnung etwas anderer Art: Es regnete in Strömen, der Wind kam in Böen, so dass die Narren die am Nußbacher Hemdglonkerumzug teilnehmen wollten quasi nicht nur von oben sondern auch von allen Seiten alsbald durchnässt waren.
So beschloss Oberzunftmeisterin Sonja Schätzle, den Umzug entfallen zu lassen – die großen und kleinen Hemdglonker trafen sich im Nußbacher Rathaus. Es war sehr eng hier, aber deswegen nicht minder närrisch. Zumal sich die Trachtenkapelle auch noch dazu gesellte, da war jeder noch so kleine Stehplatz belegt.
Suche in den Tiefen des Rathauses
„Komm mir sueche d’Fasnet“ hieß es aber zunächst. Der Narrensamen lief los, jedoch nicht ins Freie, sondern in die Tiefen des Rathauses. Dort schlief sie tatsächlich die Fasnet, vor lauter Müdigkeit konnte diese sich gar nicht richtig verstecken. Nach dem Ruf der Kinder „Mir henn se“ kam der Kommentar von den Kleinen „des war aber leicht heute“. Nicht desto Trotz wurde die Puppe geweckt, und dieser mit Namen Raschky wurde wieder das Fasnetherz eingesetzt, natürlich unter viel Beifall, dazu noch die närrischen Klänge der Trachtenkapelle.
Das Herz schlägt wieder
Das waren dieses Jahr für den Auftakt etwas andere Dimensionen als wie üblich draußen auf dem Kirchplatz, doch der Stimmung tat dies absolut keinen Abbruch. Und dann, trotz des Regens hängt nun der Raschky wieder zwischen Rathaus und Kirche und überwacht das Fasnetgeschehen die nächsten Tage.
Nicht nur die Fasnetpuppe war versteckt, auch Ortsvorsteher Heinz Hettich hielt sich im Hintergrund, wohl wissend was auf ihn zukommt. Nachdem Sonja Schätzle die Fasnet offiziell eröffnet hatte, wurde lautstark das Herauskommen des Ortsvorstehers gefordert. Dieser erschien schon mit dem Schlüssel in der Hand. „Also allzu schnell schaffet Ihr wohl nicht hier“, meinte die Oberzunftmeisterin, „wenn man die die vielen Spinnweben hier sieht.“
Kaum Gegenwehr
Natürlich wehrte sich Hettich – Spinnen fühlen sich nur in guter Luft wohl! Doch die Arbeit im Rathaus bleibt sicherlich in den nächsten Tagen liegen, denn die Narren haben auch keine Zeit, diese müssen dieses Jahr wieder für eine schöne Fasnet in Nußbach sorgen. Sonja Schätzle gab noch das weitere Programm bekannt, der Bunte Abend, der Umzug am Sonntag, der Konfettiball am Montag und am Dienstag der Kinderball mit anschließendem Fasnetverbrennen. Nach vielen Schunkelrunden und Fasnetliedersingen zogen die Hemdglonker dann trotz des Regens ab in Richtung s!Felix – wo man dann mit viel Musik den närrischen Abend verbrachte.