In Mühlhausen eröffneten Halden-Hexen und Halden-Geister die Fasnetsaison mit ihrer traditionellen Hexen- und Geistertaufe.
Da sie das nicht gerne alleine machen, öffneten sie die Türen des Göpelhauses inklusive dem immer größer werdenden Partyzelt für die Öffentlichkeit.
Die Resonanz ließ nicht lange auf sich warten und schon bald gab es kein Durchkommen mehr in der einzigen örtlichen Festhalle des Oberzentrums mit musealem Hintergrund.
Längst zieht das närrische Event diverse Vertreter zahlreicher benachbarter Zünfte an. Auch die Narrenzunft Schwenningen ließ sich die Taufe mitsamt Ehrungen und hochlöblichem Narrengericht nicht entgehen, obwohl sie tags darauf selbst zum Abstauben einlud.
Zahlreiche Ehrungen
Punkt 19.66 Uhr, es können auch ein paar Minuten später gewesen sein, eröffnete Halden-Zunftmeister Enzo Volturana die Fünfte Jahreszeit mit einem dreifachen Halden-Hui. Die DJ-Partymusik ruhte für einen Moment, als der Haldenchef eine Fülle an Ehrungen vornahm.
Im Vorjahr feierte die Zunft ihren 30. Geburtstag, weshalb es in diesem Jahr einige mehr waren als in den Vorjahren. Im Gründungsjahr eingetreten und damit 30 Jahre in der Haldenzunft sind Eveline Bartmann, Holger Bartmann, Nevin Ferger, Tilman Ferger, Jochen Goldner, Michael Goldner, Monika Goldner, Myriam Kristin Hess, Ursula Hess, Volker Hoffmann, Andrea Lösch, Klaus Meinzer, Murielle Rehm, Matthias Reichmann, Petra Schulz, Olivier Thomas, Stefan Wagner.
20 Jahre dabei sind Simon Ferger, Claudius Baur, Jonathan Baur, Jutta Baur, Ramona Kocher, Nils Meinzer. Seit zehn Jahren wirken Beate Bachmann, Nino Bachmann, Fritzi Bohn, Stefanie Schulz, Arne Sudinski, Elija Sudinski, Irena Sudinski, Jonas Sudinski und Silke Sudinski in der Zunft mit.
Besondere Prozedur
Haldenchef Volturana bat für den zweiten Teil der hochrichterlichen Eröffnungszeremonie neun Täuflinge zur Täuflingsliegebank. In Begleitung von Geistern und Hexen mussten diese in Stroh gebadet und mit beiden Händen wehrlos einen Holzbalken halten und somit eine herausfordernde Prozedur über sich ergehen lassen, die je nach Alter mit oder ohne Alkohol stattfand. Zudem bekamen sie eine unbekannte Paste auf das Gesicht aufgetragen.
Doch all die Mühe war es wert. Mit mystischen Namen ausgestattet fühlten sich die frisch getauften Täuflinge endlich als einer der Geister oder Hexen der Haldenzunft.
Keine Gnade kannte das Narrengericht, als es eine Reihe der Hästräger für ihre Vergehen im vergangenen Jahr verurteilte. Zur Strafe begleiten sie in dieser Saison die Umzüge als Hampelwurst.
Die Termine
Die Haldenzunft hat ein Herz für die fasnetbegeisterte jüngste Generation, welche sie zusammen mit ihren Eltern am Samstag, 24. Januar, ab 14 Uhr im Göpelhaus willkommen heißt. Am Schmotzigen Donnerstag, 12. Februar, eröffnet die Haldenzunft ab 19.66 Uhr mit dem Zunfttanz ihren Kappenabend.