Mit ihrer klebrigen, stinkenden Taufbrühe hieß die Narrenzunft Loßburg neue Mitglieder willkommen. Nun kann die Fasnet starten.
Mit der Hästaufe startete die Narrenzunft Loßburg am Dreikönigstag traditionell in die neue Fasnetssaison. Bis Aschermittwoch, 18. Februar, gibt es für die Loßburger Narrenschar nun kein Halten mehr. Sie wird wieder viele Ausfahrten unternehmen und Faschingsfeiern besuchen. Bereits am Samstag, 10. Januar, steht in Loßburg in der Turn- und Festhalle die Narrennacht an. Das Thema „Superhelden“ lässt so manch eine Überraschung erwarten.
Bis es jedoch soweit ist, musste erst einmal das Häs abgestaubt werden. Zum Titel „Sonne“ von der Band Rammstein trug die Narrenschar einen mit Masken gefüllten Sarg auf den Rathausplatz.
Häs vom Staub befreit
Nachdem Vorsitzende Marlen Schmid die erwartungsvolle Narrenschar und befreundete Zünfte begrüßt hatte, legten sich Hexenmeister Michael Merz und Geistermeister Sascha Rauter so richtig ins Zeug. Nach und nach wurde das Häs vom Staub befreit. Die Szenerie wurde dabei von vielen Zuschauern verfolgt, denen die Minustemperaturen nichts anhaben konnten. Mit fetziger Guggamusik heizten die aus Rötenbach stammenden Eschagraba Tröder ein.
Voller Spannung verfolgten die Zuschauer, wie die Taufbrühe in einem rustikalen Blecheimer zusammengemixt wurde. Die Mischung aus Zwiebeln, Knoblauch, Eiern, Bier, Kaffee, Bohnensuppe, Knoblauchöl, Fischfond, Essig, Heringen, Mehl und Parfüm ist legendär.
Da mussten die Täuflinge Manuel Müller, Patricia Jauch, Jaqueline Weiß, Tobias Weiß, Joelle Pfeifle, Marc Pfeifle, Steven Wetzel, Luca Haas, Silke Scheibenstock und Nadine Scheibenstock hart im Nehmen sein.
Waschen und duschen ist untersagt
Da gab es von Hexen- und Geistermeister kein Pardon, wenn die zerstampfte klebrige Brühe auf dem Kopf Halt fand. Und ohne Ausnahme durfte die Taufbrühe mindestens 24 Stunden nicht entfernt werden. Waschen und duschen war in dieser Zeit untersagt, sonst hätte die ganze Prozedur im kommenden Jahr nochmals ertragen werden müssen.
Mit markigen Sprüchen stimmte Hexenmeister Merz die Gäste auf die kommende Fasnet ein. Dabei lebte nochmals die eine oder andere Anekdote der Vorsaison auf. Dass die Loßburger Narren auch noch den Hexentanz drauf haben, belegten sie mit viel Schwung. Da wurden nicht nur die Besen geschwungen, sondern auch menschliche Pyramiden gebaut und sonstige artistische Kracher gezeigt.
Kinderfasnet am 18. Januar
Richtig in Schwung luden die Narren dann zum Ende zum Fasnetsopening auf dem Rathausplatz ein. Neben der Narrennacht am Samstag, 10. Januar, steht am Sonntag, 18. Januar, dann die Loßburger Kinderfasnet an.
Bis zum Schmotzigen Donnerstag kann sich Bürgermeister Christoph Enderle noch auf den Rathaussturm vorbereiten. Die Schlossberghexen und die Kinziggeister werden ihm wieder den Spiegel des Geschehens in der Gemeinde vorhalten.