Ein tierisches Spektakel erwartete die zahlreichen Besucher bei „Einem Tag im Zoo“. Die Musik kam darüber hinaus von der Gesangsgruppe „Affenbande“.
Obwohl Ende Januar das 50. Jubiläum der Zunft mit großem Waldgautreffen gefeiert wurde, ließ sich es sich die Narrenzunft nicht nehmen, die gelebte Dorffasnet zu vernachlässigen und feierte auch sie auch dieses Jahr gebührend.
Mit „Ein Tag im Zoo“ hatten sich die Akteure ein tolles Programm ausgedacht, das großartige Bühnenbild stammte von Josef Dettling.
Die Not ist groß
Trotz bester Planung wurden alle Mitwirkenden in den letzten Wochen vor eine erhebliche Herausforderung gestellt. Schon bei der Hauptprobe fielen die ersten Mitspieler und Regisseure krankheitsbedingt aus. Neue Spieler mussten gesucht werden und auch diese kamen nicht um die grassierende „Welle“ herum.
Schlussendlich nahm Matthias Günthner als Regisseur das Heft in die Hand und es wurden – dank flexibler Mitspieler – Lösungen gefunden, damit das vorgesehene Programm stattfinden konnte.
„Schweinerei“ am Zoo
Zunftmeister Patrick Günthner begrüßte die närrischen Gäste und war erfreut, dass im bis auf den letzten Platz besetzten Bürgerhaus Fasnet gefeiert werden konnte. Dabei eröffneten die Bären und Treiber mit ihrem Bärentanz den bunten Abend und tollten über die Bühne.
Schimpfend kam der Gärtner (Mechthild Zürn) mit seinem Gehilfen (Michelle Schäfer) in den Saal. Was für eine Schweinerei vor dem Eingang in den Zoo. Sie versuchen alles zu verschönern – geht nicht, es ist zu teuer und die „Oberen“ sind nur noch geizig.
Eine besondere Spezialausbildung
Inzwischen betritt der Hausmeister Emilius Gell – blitzschnell und hell (Josef Dettling) die Bühne. Entsetzt beobachtet er die Menschenmassen vor dem Eingang und überlegt, ob dies wohl eine ungenehmigte Demonstration von Tierschützern sei.
Sein Job wäre nicht leicht, obwohl er ihn gerne mache. Mit seiner Spezialausbildung I.S.Ä, „ich sehe Älles“, hält er den Laden in Ordnung. Was sieht er nicht alles: Im Gasthaus sind die Zimmer nicht fertig, einer schleicht nach Hause und nimmt eine Abkürzung, weil er sich verfolgt fühlt und vieles mehr.
Glanzleistung trotz Notfall-Lösung
Endlich trifft auch die Putzfrau (Monika Homp) ein, heute heißt es „Environment Improvement Technican Facility Managerin“ und er sagt: „Du schön sauber, putz putz.“ Sie: „Nix verstehen!“ – es geht hin und her zwischen den Beiden, so dass das begeisterte Publikum während dem witzigen Dialog bald Tränen lacht.
Dabei bekam Josef Dettling als Hausmeister erst drei Tage vor dem Zunftball den Auftrag, als Ersatz einzuspringen.
Bauchladen ohne App
Zwei Besucher (Marina Bronner und Mika Schreiber) wollen im Zoo bummeln, er hat wenig Lust und ist ohne jegliche Aktion, sie voller Enthusiasmus und Ideenreichtum. Sei es doch endlich eine Abwechslung plötzlich kommt Mann mit dem Bauchladen (Matthias Günthner) vorbei und lädt zur Seehundfütterung ein.
Allerdings kommt sein Angebot, dass er im Bauchladen zu bieten hat, so gar nicht an: altmodisch und nichts Veganes oder glutenfrei. Und dann die Frage der ‚Digital Natives‘: Wo bleibt die App? Findig und lustig erklärt er, er bleibe da lieber traditionell.
Geisterjagd und Pannenhochzeit
Einen tollen Auftritt lieferte die Gesangsgruppe „Affenbande“ mit Julia Bronner und Joshua Beuter für Gesang und Keyboard sowie mit Nathalie Laref-Schäfer für Gesang und Saxofon. Trotz kleiner Besetzung bot sich eine Glanzleistung, die vom Publikum mit großem Beifall belohnt wurde.
Denn was gab es nicht alles im Flecken zu „besingen“: Eine Hochzeit voller Pannen, eine Geisterjagd im Schloss und noch etliche Verfehlungen der Dörfler. Begleitet wurden sie von den Musikern Timo Werz, Vincent Bronner und Tamara Deh.
Mit Unterhose beim Bäcker
Was wäre eine Fasnet ohne Wolfgang Hiller in der Bütt. Auch er musste als „Notfall“ einspringen und zauberte als Kamel einen ausgelassenen Vortrag aus dem Hut.
Wenn Rentner auf die Reise gehen und einer in Socken und Unterhose zum Bäcker – nichts wurde ausgelassen, alle wurden durch die Mangel gedreht.
Feiern bis in den Morgen
Hut ab, die Akteure veranstalteten, trotz etlichen Hindernissen, einen amüsanten und spaßigen Zunftabend. Regisseur Matthias Günthner bedankte sich bei allen Akteuren, beim Publikum und den „unsichtbaren Helfern“, die zum Gelingen des Abends beigetragen hatten.
Für Tanz und Unterhaltung bis in die frühen Morgenstunden sorgte die „Sydney Music“ .