Bürgermeister Jürgen Leichtle (links) ist nun wieder Inhaber des Rathausschlüssels. Foto: Fehrenbacher

Dumpfe Trommelschläge statt Narrenmarsch. Schwarze Kleidung statt Stumphos‘, Beerle-Ma‘ oder Hochsteiger-Hex‘ waren bei der Geldbeutelwäsche angesagt.

Traditionell näherten sich am Aschermittwoch die Trauernden der Narrenzunft mit betrübten Gesichtern angesichts des unweigerlichen Endes des diesjährigen Fasnet im Gleichschritt vom Felsen hinab dem Narrenbrunnen.

 

Auch einige Interessierte waren gekommen, um sich die Geldbeutelwäsche anzusehen. Um den Narrenbrunnen versammelt, ergriff Zunftpräsident Benjamin Quade das Wort. „Hochverehrte Trauergäst‘, jetzt ist es rum, das Fasnetsfest“, eröffnete Quade mit betretener Miene, umringt von trauernden, teils schluchzenden Zunftmitgliedern.

Moment des Gedenkens

Mit ernstem Blick erläuterte er die Misere: „Die Geldsäck‘, das ist auch kein Spaß, sind leerer noch als d’ Rathauskass“. Nach einem kurzen Moment des Gedenkens hielt er dazu an, die Geldbeutel in den Narrenbrunnen zu halten, um auch noch den letzten Dreck herauszuwaschen.

Im Anschluss stellten sich die Trauernden wieder in einer Reihe auf und marschierten weiter zum Rathausplatz. Auf diesem wartete Bürgermeister Jürgen Leichtle bereits gespannt auf die Rückgabe des Rathausschlüssels. „O jerum, o jerum, die Fasnet hat a Loch“, lauteten Quades beginnende Worte. Nach der Fasnet seien die Köpfe der Narren schwer wie Blei. Sie müssten sich nun erst einmal von der Fasnet kurieren. „Wie sollen wir da auch noch eine Gemeinde regieren?“, stellt er fragend fest.

Fisch zum Abschluss

Bei leerer Rathauskasse gab Benjamin Quade sodann den Schlüssel an Bürgermeister Jürgen Leichtle zurück.

Nachdem er den Schlüssel zurückerhalten hatte, richtete Leichtle einige Worte des Danks an den neuen Zunftpräsidenten und die Zunft für eine schöne Fasnet in Lauterbach.

Anschließend lud Benjamin Quade alle Anwesenden zum traditionellen Aschermittwochs-Fischverzehr ins Haus des Gastes ein.