Impressionen vom Sonnenball Foto: Fehrenbacher

Beliebte Moderatorinnen sagen leise Servus

Nach einem Brezelsegen durch die Narrenzunft begrüßte Jochen Schwendemann das Publikum und band es gleich mit ein.

Welchen Beruf sie ergreifen, wenn sie nicht auf der Bühne stehen, zeigten die Ministranten dem Publikum und bei einem Sketch brachten sie es gleich noch mal zum Lachen. »Beim nächsten Künstler ist es lang her, dass er zum letzten Mal auf der Bühne stand«, kündigten die Moderatorinnen Hannah Pfundstein und Teresa Kaupp Ansgar Fehrenbacher an, der kurz darauf in seiner Bütt vom Beerlema’ berichtete.

Wolfgang Borho und Alexander Haas haben sich indes für das Best of für die Nummer entschieden, welche sie beim Sonnenball vor 20 Jahren bereits präsentierten. In diesem Jahr hatten sie sich aber gesangliche Unterstützung von Uta Borho dazugeholt und um dem Publikum etwas Neues zu bieten, gab es nach dem Best of auch noch eine für dieses Jahr neu geschriebene Nummer.

Wird der Dekan Papst?

Dass Kinder viele Fragen haben, die es zu klären gibt, zeigte Markus Kaupp alias »Rolf Zukowski« mit Kindern. Bei der Erstaufführung dieser Nummer waren die Kinder noch etwas kleiner als heute, Fragen haben sie aber trotzdem noch. So fragen sie, warum man so viel Geld für einen Friedhof ausgeben muss, ob jede Mauer im Dorf bemalt werden muss und ob jeder Dekan später automatisch einmal zum Papst in Rom wird.

Völlig fassungslos und traurig traten Armin und Conny Kaupp auf die Bühne. Sie berichteten dem Publikum, dass es am Sonntag, wenn beim Ministrieren jemand fehlt, meist ihre Kinder sind, welche fehlen, da sie diese nicht aus dem Bett bekommen. „Heut mach ich gar nichts, keinen Finger krumm, ich bleib Zuhause und liege hier einfach nur so rum«, singen ihre Kinder und legen sich dann wieder schlafen.

Fernab von der Fasnet erscheinen diese aber zuverlässig zum Ministrantendienst. Aber ein weiteres Phänomen, welches sonntagmorgens manchmal wohl auch Schwierigkeiten beim aufstehen habe, wurde in Schramberg gesichtet. So ginge es Rüdiger Kocholl manchmal auch so und er würde lieber Zuhause liegen bleiben.

Es klopft beim Leichtle in der Nacht

Ein kleiner Winterwichtel musste sodann ganz behutsam vom Publikum auf die Bühne geholt werden. Seine Schüchternheit legte sich dann aber schnell, als Markus Kaupp als Winterwichtel das Gedicht »Es klopft beim Leichtle in der Nacht« vortrug.

Zum Schluss durfte auch sein Lieblingswitz von Fuchs, Hase und Bär nicht fehlen, den der eine oder andere Lauterbacher vielleicht auch vor diesem Abend bereits kannte, so lässt sich zumindest mutmaßen.

Mit seiner Nummer »Best of Tuba« unterhielt Rainer Braun das Publikum, bevor nach einer Umbaupause »Lauter – Bachzwerge« von der KjG auf der Bühne standen und ihr tänzerisches Können präsentierten und das Publikum bestens unterhielten. »Vor der Türe, da staut sich jede Menge Ärger an«, kündigten die Moderatorinnen die nächste Nummer an.

Eigenes Lied geschrieben

Bei all den Terminen, die ein Narrenrat hat, fragte Markus Kaupp sich immer wieder »Wie kannsch als Narrenrat lustig sei? « Den Höhepunkt für einen Narrenrat sieht er im sonntäglichen Sonnenball. Ob das auch die Narrenräte so sehen, bleibt ungewiss.

Ein Lied für den Sonnenball geschrieben hatte Dominic King und so sang er »Eeerle Beerle s‘ isch soweit, jetzt isch die schöne Zeit, du kannst tanzen und springen und en Blödsinn singen«.

Dann baten die Moderatorinnen alle Akteure auf die Bühne, welche sich nochmals einen kräftigen Applaus abholten. Einen Wermutstropfen stellte der Abschied der Moderatorinnen Hannah Pfundstein und Teresa Kaupp dar, welche zum letzten Mal den Sonnenball moderierten und mit ihren tollen Kostümen und moderatorischer Höchstleistung, welche auch in den vergangenen Jahren immer wieder für ein lachendes Publikum sorgte, sicher fehlen werden.