Tolle Unterhaltung bietet die traditionelle Fasnet der Kappeler Gymnastik-Frauen. Foto: Albert Bantle

Der närrische Fasnetball widmete sich dem Motto: „Die fünf Jahreszeiten“.

Eine Klasse für sich war die traditionelle Fasnet der Kappeler Gymnastik-Frauen. Sie verstehen es einfach, eine bodenständige Fasnet für jedermann zu machen, so auch wieder bei ihrem närrischen Fasnetball unter dem Motto: „Die fünf Jahreszeiten“.

 

In der proppenvollen Schloßberghalle ging es dabei hoch her, und das närrische Volk kam voll auf seine Kosten. Musikalisch durch den Abend begleitet von der Trachtenkapelle Kappel begrüßten und moderierten die beiden Wetterfrösche Karo Lazar und Ulrike Geppert eine bunte jahreszeitliche Show.

Beginnend im Winter, in dem Wolfgang Ambros und sein Ohrwurm „Schifoan“ zu ersten gymnastischen Einlagen der Hupfdohlen mit Skistöcken auf der Bühne animierte. Auf den Winter folgen Frühling und Sommer, und dazu konnten etliche Begebenheiten aus dem Ortsgeschehen im Dorftratsch die drei Grazien Simone Braun, Andrea Schanne-Ringbauer und Rebekka Bilian als die heiligen drei Königinnen zum Besten geben.

Fahrradständer-Biertisch prämiert

So wurde Manfred Ketterer für seine Erfindung des Fahrradständer-Biertischs prämiert, wie auch für die Trachtenkapelle Hartmut Heini mit einem feschen Bade-Slip für die heldenhafte Standfestigkeit der Trachtenkapelle beim Sommerfest, als ein orkanartiger Gewittersturm die Tische auf dem Festplatz leer fegte und die Besucher scharenweise in die Flucht schlug.

Fünf Apps – fünf verschiedene Wetterbilder

Die Kapelle jedoch spielte wie einst auf der Titanic bis zum bitteren Ende weiter: Mit dem „Badehosen-Slip“ kann die Kapelle ab sofort bei jedem Wetter auftreten.

Ob es wirklich besser ist, sich auf die Wetter-Apps auf dem Handy zu verlassen, dies haben die Wetterfrösche-Moderatorinnen ausprobiert. Mit dem Ergebnis: fünf verschiedene Apps und fünf verschiedene Wetterbilder.

Um dann doch wieder auf die bewährte Methode zurückzugreifen und auf die Leiter zu steigen, um festzustellen, dass es Sommer wird und somit das Männerballett beim Song „36 Grad und es wird noch heißer“ zum Schwimmen ins Bad zu animieren. Herbstlich wurde es dann beim Tanz der Glitzerladys, die das närrische Publikum zu „It‘s raining men“ auf die wieder ungemütlichere Jahreszeit einstimmten. Beste Zeit auch wieder für das zarte Geschlecht, sich beim Friseur darüber zu unterhalten, was ihnen so alles beim Arzt passiert ist, und für welche Gebrechen welches wohl der passende Facharzt ist.

Gemeinsame Schlussrunde auf der Bühne

Nach der gemeinsamen Schlussrunde auf der Bühne war es Karo Lazar abschließend ein Bedürfnis, der Trachtenkapelle Kappel für die tolle musikalische Unterstützung zu danken wie auch den Tanztrainerinnen, die mit einer Engelsgeduld die Choreos einstudiert haben.

Aber auch allen, die hinter den Kulissen in der Küche und an der Getränketheke geholfen haben.