Über 400 Gäste feiern in der Hüfinger Festhalle beim Ball der Kolpingfamilie. Dabei feiern bekannte TV-Sendungen ihre Rückkehr. Auch regionale Prominenz zeigt sich auf der Bühne.
Was für eine geniale 80er-Party! In eine ausgelassen feiernde, neonbunte Partyzone eines längst vergangenen Jahrzehnts verwandelte die Hüfinger Kolpingfamilie am Wochenende die Festhalle.
Zum Auftakt der Hüfinger Saalfasnet inszenierten die bregstädtischen Kolpingbrüder im Rahmen ihres traditionellen Kolpingballs eine knallbunte 80er-Jahre-Party und trafen damit voll den Geschmack des Publikums. Mit weit über 400 begeisterten Gästen war die Halle am Samstagabend voll besetzt und die Stimmung bei den Anwesenden war den ganzen Abend über bestens. Nach dem gelungenen rund dreistündigen Programm mit über 150 Mitwirkenden sorgte ein DJ für ausgelassene Feierklänge.
Das Programm und die örtliche Umrahmung in der Festhalle wurden komplett zum Motto passend aufgebaut: Alte Vinyl-Langspielplatten und Musikkassetten an den Wänden, über der großen Bühne eine große glitzernde Discokugel und mittendrin das begeisterte Publikum, das sich in neonbunte 80er-Kleidung in Schale geworfen hatte.
Umbauphasen passend zum Motto überbrückt
Selbst die Umbaupausen wurden passend zum Motto überbrückt. Über eine große Leinwand wurden alte Werbeclips aus dem Fernsehen abgespielt. Das Programm selbst, durch das Linus Rosenstiel und Leo Kramer als ständig die Fernbedienung suchende Moderatoren führten, gestaltete die Kolpingfamilie als „Live-Fernsehprogramm“, bei dem die Saalgäste mit alten Kult-Sendungen wie „1,2 oder 3“, „Dingsda“, der „ZDF-Hitparade“ oder „Wetten, dass…“ unterhalten wurde.
Nachdem Nena zum Auftakt ihre 99 Luftballons steigen gelassen hatte und die Akteure aus allen Richtungen in die Festhallen-Disco einmarschiert waren, inszenierten die Jungkolping-Mitglieder unter Patrick Roßhart einen „Fox-Talk – die Talkshow mit 13 Füchsen und 14 Schwänzen“. Dabei fand sich auch so einige echte und nicht ganz echte Prominenz auf der Hüfinger Festhallenbühne ein. So gastierte ein Thomas Gottschalk mit „Wetten, dass…“ bei der Hüfinger Kolpingparty. Und die Akteure unter der Leitung von Swen Minkwitz, Simon Bausch und Markus Sulzmann hatten erstaunliche Wetten parat. „Magie in drei Akten“ von Gisbert, Gosbert und Adelbert präsentierten Alexander Gilly, Johannes Geißler und Martin Schmid. Obwohl die Tricks (sogar unter Zuhilfenahme von Telekinese) größtenteils nicht wirklich funktionierten, hatten die Zuschauer ihren Spaß am Auftritt.
Regionale Prominenz
Bei „1, 2 oder 3“ von Michael Schanze durften am Samstagabend der CDU-Landtagsabgeordnete Guide Wolf, Bürgermeister Patrick Haas und Bürgermeister-Stellvertreter Harald Weh ihr Wissen unter Beweis stellen. Ein musikalischer Höhepunkt des Abends war die Live-Sendung der „ZDF-Hitparade“ unter der Leitung von Johannes Boos und Marcel Bossert, bei der die Feierwütigen Gäste die vielen musikalischen Akteure nicht ohne Zugabe von der Bühne ließen. Als „Dancing-Queens“ glänzten die 14 Kolpingtöchter, die unter der Choreographie von Hanna Kramer und Nora Gilly gleich mehrfach ihren atemberaubenden Tanz in ihren „Neonrosa“-Kleidern auf die Bühne legten.
Die Kinder-Erklär-Sendung „Dingsda“ ließen die 31 Akteure der Stadtmusik wieder aufleben. Tosenden Applaus erhielten dabei nicht nur die beiden Rateteams „Sandkasten“ und „Rathaus“, zu dem auch Bürgermeister Patrick Haas angehörte, sondern auch die beiden „Kinder“ Martin Böhm und Johannes Boos. Besonders gut kamen beim Auftritt der Musiker die live gespielten Stücke an, die für Stimmung zwischen den „Sendungen“ und Auftritten sorgten und die von Adrian Keller gewohnt glänzend arrangiert waren.
Den Höhe- und zugleich Schlusspunkt des Programms setzten traditionsgemäß die Kolping-Mannen, die mit ihrem „Latschi-Tanz“ zum ikonischen Lied „Flashdance (What A Feeling)“ von Irene Caras ein grazil-optischen Glanzpunkt setzten.
Die Kolping-Party
Familienausgabe
Am frühen Sonntagabend gab es noch eine zweite Auflage der 80er-Kolping-Party als Familienausgabe, bei der auch zusätzlich die Kolpingkinder ihren großen Aufritt hatten. Unter der Leitung von Sabine Hellstern und Isabel Winiarz tanzte der allerjüngste Kolping-Nachwuchs zum Programmauftakt „Im Geisterchaos der 80er-Jahre“ und erntete dafür den tosenden Applaus des Publikums.