Das neue Grafenpaar – Caro und Sascha Company – gemeinsam mit den Zunftmeistern, Pagen und dem Hofmarschall Foto: Angela Baum

Ein „Fasnetsmarathon“ der Horber Narrenzunft gipfelte in der Vorstellung des neuen Grafenpaars.

Wenn Arielle, die Meerjungfrau Asbach-Cola trinkt und der Rattenfänger durchs Steinhaus schleicht: Ja, dann hat sicher wieder die Narrenzunft ihre Hände im Spiel. Denn am Samstagabend wurde in einem regelrechten „Fasnetsmarathon“ das neue Grafenpaar vorgestellt. Sketche und Büttenreden rahmten die Vorstellung ein, und das fasnetsselige Narrenvölkchen im Saal beklatschte begeistert die Auftritte der Fasnetsmacher.

 

Auch Horbs neuer OB Michael Keßler ließ es sich nicht nehmen, gemeinsam mit Bürgermeister Ralph Zimmermann in die Bütt zu steigen und einen Song beizusteuern. Eine Stunde lang gab es zum „eingrooven“ Fasnetslieder aus der Konserve – etwa Cordula Grün oder andere Fasnetshits. Dann startete das mehrstündige Programm und die vier Zunftmeister enterten die Bühne. Mit „Narri-Narro und Horrido“ begrüßte Moderator Alexander „Locke“ Guth die Zuschauer. Guth freute sich besonders darüber, dass auch Alt-OB Peter Rosenberger zur Grafenpaarvorstellung gekommen war. Mit seinem Nachfolger Michael Keßler sei man allerdings in der Karenzzeit der ersten 100 Tage noch nachsichtig.

Manuel Hellstern ist Horbs Antwort auf Conchita Wurst mit Tochter Emiliana Hellstern, die sich in Social Media auskennt. Foto: Angela Baum

So viel Programm wie nie zuvor

Der Abend war ein Abend der Superlative – denn neun Programmpunkte, so viele wie noch nie, erwarteten die Gäste. Zunächst widmeten sich Manuel Hellstern und Emiliana Hellstern den Auswüchsen von Social Media auf die Generationen – von Fake News bis Influencer zogen die beiden alles durch den Kakao. Manuel Hellstern hatte dabei die Rolle der Mutter inne, und im rot-weißen Küchenschurz gab er die unwissende Mutter, die sämtliche englischen Begriffe verdreht.

Auch der Auftritt der Horber Turmschurken widmete sich Social Media – hier allerdings wurde die Datingplattform „Tinder“ gemeinsam ausprobiert und die Ergebnisse sofort live ausgetauscht. Fazit: „Onlinedating ist für uns Schurken nix – wir gehen ins Haag, denn da siehsch’ gleich was kommt.“

Die Hornauer Stoibrecher bringen das Publikum zum lachen – mit Arielle, der Meerjungfrau und ihren Meeresfreunden. Foto: Angela Baum

Neuer OB singt

Anschließend brachten die Hornauer Stoibrecher, Luca Niedernhöfer, Moritz Lehmann und Felix Gunkel das Publikum zum lachen – mit Arielle, der Meerjungfrau und ihren Meeresfreunden, insbesondere der Krabbe und auch mit dem Prinzen. Die Krabbe träumt von der Hornauer Fasnet der Stoibrecher.

Nach dem Auftritt von Arielle und ihren Freunden sangen der neue OB Keßler und „Ralle“ Zimmermann in der Bütt. Das neue Führungsduo der Stadt Horb machte seine Sache gut – sie sangen zur Musik von „I am sailing“. Zunächst kommentierten sie, dass sowohl Rosenberger als auch der ehemalige Landrat Rückert nun weg sind, danach bekam auch das Lotzer-Jubiläum sein Fett weg.

Der Auftritt der Horber Turmschurken war bis zuletzt geheim – sie tinderten, was das Zeug hält. Foto: Angela Baum

Sie sind das Grafenpaar

Auch Thomas „Metze“ Kreidler teilte gut aus in seinem Büttensong als Rattenfänger von Horb. Kreidler als Rattenfänger sei eine „Rampensau“, meinte Moderator Guth, und auch die „Trainingsgruppe Grafenpaar“ stand dem „Rattenfänger“ in nichts nach. Denn die Trainingspagen sowie das Trainingsgrafenpaar machten den Weg frei für das neue Grafenpaar der Horber Narrenzunft – Caro und Sascha Company. Schließlich wurde noch das neue Motto des Eröffnungsballs am 24. Januar bekannt gegeben - „Auto, Flugzeug oder Zelt – Horber reisen um die Welt.“