Am Sonntag bahnten sich mehrere DRK-Fahrzeuge einen Weg durch den Jubiläumsumzug. Foto: Otto

Rund 10 000 Närrische und ein glücklicher Zunftpräsident: Das Narrentreffen in Herrenzimmern war ein voller Erfolg. Getrübt wurde die Stimmung nur kurzzeitig, als mehrere DRK-Fahrzeuge sich ihren Weg durch den Umzug bahnten.

Dieser Vorfall erregte am Sonntag die Aufmerksamkeit der Zuschauer: Mehrere DRK-Fahrzeuge bahnten sich ihren Weg mitten durch den Jubiläumsumzug, blieben auf Höhe einer Besenwirtschaft in der Bösinger Straße für längere Zeit stehen und mussten von den Narren umkurvt werden.

 

Ein Vorfall, der den Blick auf die Arbeit der Rettungskräfte lenkt, die sonst eher im Stillen agieren. Wir fragen bei DRK-Kreisgeschäftsführer Ralf Bösel nach, wie hoch das Einsatzaufkommen beim Narrentreffen war.

Zwei Patienten im Krankenhaus

Dieser teilt mit, dass die Einsatzkräfte größtenteils kleinere Verletzungen vor Ort zu versorgen hatten. Zwei Patienten hätten mit dem Rettungswagen zur weiteren Versorgung in die Helios-Klinik Rottweil gebracht werden müssen. Jedoch seien weder übermäßiger Alkoholgenuss noch andere feierbedingte Faktoren die Ursache gewesen, stellt Bösel klar.

Angesichts der Größe der Veranstaltung sei das Einsatzaufkommen insgesamt nicht überhoch gewesen, meint er.

Gute Vorbereitung im Vorfeld

Was die Besucher des Narrentreffens in Herrenzimmern am Wochenende nicht sahen. Damit alles reibungslos und rechtssicher ablaufen konnte, musste die Narrenzunft als Veranstalter im Vorfeld ein umfassendes Sicherheitskonzept erstellen. 76 Seiten stark war dieses, wie wir im Nachgang vom Rottweiler DRK-Kreisgeschäftsführer Ralf Bösel erfahren. Und es umfasste unter anderem eine Risikoanalyse.

Ein zentraler Punkt dabei: die Versorgung im Notfall. Um eine solche Großveranstaltung sanitätsdienstlich betreuen zu können, werde qualifiziertes Personal eingesetzt, erklärt Bösel.

Die Sanitäter erhielten eine Ausbildung mit einem Umfang von 64 Unterrichtseinheiten sowie weitere Fortbildungseinheiten. Zusätzlich waren auch Rettungssanitäter im Einsatz. Und auch für ausreichend Material, Ausrüstung und Fahrzeuge müsse gesorgt werden, erklärt Bösel zur Vorbereitung auf eine Veranstaltung wie die Herrenzimmerner.

41 Helfer im Einsatz

Den Sanitätsdienst vor Ort hätten die ehrenamtlichen Helfer des DRK-Ortsvereins Bösingen übernommen. „Über das Wochenende waren insgesamt 41 Helfer im Einsatz, davon alleine am Sonntag 20 Helfer“, teilt der DRK-Kreisgeschäftsführer auf Nachfrage mit. Insgesamt standen acht Fahrzeuge zur Verfügung.

Der Zugführer sei verantwortlich für den Einsatzablauf. Der Sanitätsdienst werde von einem Arzt unterstützt.

Sollte bei einer Veranstaltung erhöhter Personalbedarf entstehen, so stimmt sich der DRK-Ortsverein vor Ort mit den benachbarten Ortsvereinen des DRK-Kreisverbandes Rottweil ab, so dass diese sowohl personell als auch mit Einsatzfahrzeugen unterstützen können, erklärt Bösel das übliche Vorgehen.

Das war beim Festwochenende zum 50. Geburtstag der Herrenzimmerner Narrenzunft glücklicherweise nicht notwendig. Die Großveranstaltung verlief also nicht nur aus Veranstalter- und Besucher-Sicht in Anbetracht der Menge an Gästen und Teilnehmern gut und harmonisch.