Impressionen vom Umzug in Heiligenbronn Foto: Herzog

30 Gruppen aus Hästrägern und Wagenbauer hatten am gestrigen Dienstag den Stadtteil Heiligenbronn fest im Griff. Besucher wie Narren blieben bei kalten Temperaturen „trocken“.

Wer eine Wette auf das Wetter beim Umzug in Heiligenbronn eingegangen wäre, hätte sie wohl glatt verloren. Pünktlich zum Start hörte das winterliche Schneegestöber auf und während des gut einstündigen närrischen Spektakels durch die Waldmössinger-, Kreuz- und Kirchstraße blinzelte sogar hin und wieder die Sonne zwischen dunklen Wolken hervor.

 

Der Wallfahrtsort erwies sich als letzter großer Fasnetshöhepunkt für umliegende Orte. Zwischen Hexengruppen, Hansel, Geistern und sonstigen gruseligen Gesellen sorgten die Mottowagen mit wummernden Beats und jede Menge Action für Abwechslung und Staunen zugleich.

Fantasievolle Baukünste

Sie waren aus Sulgen, Aichhalden, Hardt, Seedorf, Mariazell und Waldmössingen – von dort gleich drei an der Zahl – gekommen, um einerseits ihre fantasievollen Baukünste zu präsentieren und andererseits viel Freude beim Publikum zu verbreiten. Sie luden zu Fuß oder im Wagen zu einem „Schnäpsle“ ein, während die Hästräger Süßigkeiten an singende Besucher verteilten.

Wohl wegen des heftigen Schneefalls vor Umzugsbeginn hatten sich die Erzknabberteufel aus Aichhalden vorsichtshalber noch schnell eine Schneeschippe besorgt. Neben der Narrenzunft Sulgen grüßten aus Mühlheim-Renfrizhausen das Grafenpaar, die Hofnarren, Burgstall-Räuber und Schleifer-Bärbel. Die Organisation des „Nab- Rum- und Nuff-Umzugs“ lag wie immer in den Händen der Burgstallhexen Heiligenbronn, die den närrischen Lindwurm anführten.