Gruol erlebt am Fasnetsmontag einen Umzug der absoluten Spitzenklasse. Und ein besonderer Gast erregte absolutes Aufsehen.
Donald Trump, Angela Merkel, Winfried Kretschmann oder Cem Özdemir: Viele Promis haben schon in Gruol Fasnet gefeiert. Doch der Gast, der am Montag ins Stunzachtal gekommen war, stellte sie alle in den Schatten. Es handelte sich um keinen Geringeren, als den reichsten Mann der Welt: „Elon Musk“; Chef von Tesla, von Space X und dem sozialen Nachrichtendienst X (vormals Twitter).
„Musk“ fährt in einem kleinen Fiat vor
In einem alten blauer Fiat 500 (18 PS) fuhr er vor. Und warum hatte es ihn ausgerechnet ins Stunzachtal gezogen? Er habe gehört, dass der Narrenverein Gruol einer der geilsten Vereine in ganz Deutschland , verriet er Umzugsmoderatorin Carolin Koch. Deshalb biete er für Narrenverein – und die ganze Gruoler Fasnet obendrein– eine Milliarde US-Dollar. Den Vereinsvorständen gab er Zeit, bis 18 Uhr auf sein Angebot einzugehen.
Milliardär bietet schwindelerregende Summen
Und je länger der Umzug mit seinen 59 Gruppen lief, umso mehr gefiel „Elon Musk“ (hinter dessen Sonnenbrille und in dessen Lederjacke natürlich wieder einmal Martin Flaiz steckte) das Narrentreiben, also erhöhte er sein Angebot auf 1,5 Milliarden Dollar. Ob die Gruoler Narrenzunft schwach geworden ist? Wir wissen es nicht, hoffen aber, dass sie für kein Geld der Welt eine so schöne Fasnet verkauft.
Zuschauer erleben einen bunten Umzug
Bei Top-Wetter standen die Zuschauer in mehreren Reihen dicht gedrängt, um das bunte Umzugsgeschehen zu verfolgen. Es dürften sogar noch weit mehr gewesen sein, als beim Umzug des Narrenvereins Gruol an dessen 33. Geburtstag im Januar. Unter den fast 60 Gruppen waren wieder einmal viel fantasievoll kostümierte Narren aus dem benachnarten Orten wie Geislingen, Erlaheim oder Heiligenzimmern.
Dazu gesellten sich etliche Narrenvereine wie die Schaiblin-Hexen aus Stetten, die Laibedal-Hexen aus Bad Imnau, die Kittelsteigweible aus Bittelbronn, die Narrenzunft Binsdorf, die Harzklumpen aus Heiligenzimmern, die Oachberg-Hexa aus Erlaheim, die Maurochen aus Thanheim oder die Mönchsgraben-Hexen aus Rangendingen.
Viele Hexenzünfte aus der Region
Dazu kamen Hexenzünfte und Narrenvereine aus Rosenfeld, Balingen, Isingen, Ahldorf, Glatt, Börstingen, Täbingen und Geislingen. Die weiteste Anreise hatten die Freie Narrenzunft Waldschreck aus Bad Saulgau und „die Filderer“ aus Leinfelden mit ihren Kobolden vom silbernen Mehlstaub zurückgelegt. Bereits vor dem Umzug herrschte in Gruol überall im Ort buntes närrisches Treiben, das wurde nach dem Umzug nahtlos fortgesetzt.