24 Gruppen mit etwa 1200 Hästrägern: Zahlreiche Zuschauer erlebten am Fasnetssonntag einen wunderschönen Umzug durch Stetten.
In Hochform präsentierten sich die Narren am Sonntag beim großen Umzug durch die Stettener Ortsmitte. 24 Gruppen mit etwa 1200 Hästrägern und Fasnetsmusiken beteiligten sich am Zug vom alten Maschinenschuppen quer durch Stetten. Schon Stunden bevor der Tross loszog, herrschte an den vielen Versorgungs-, Getränke- und Essensständen in der Ortsmitte beste Laune.
Wie immer wurde der närrische Lindwurm von den einheimischen Narrenzunft Salzschlecker mit dem Narrenrat, der Tanzgarde, den Salzschleckern und Essensträgerinnen angeführt.
Premiere für zwei neue Figuren
Erstmals dabei bei einem Sonntagsumzug durch Stetten waren die neuen Narrenfiguren; die Bergwerkkobolde und der sie begleitende Berggeist. Dahinter folgten gleich die Stettener Schaiblin-Hexen mit den ebenfalls noch jungen Fasnetsfiguren der Bettlerin und dem Büttel sowie die Lombakabell.
Es folgten verschiedene örtliche Gruppen wie eine ganz in weiß gekleidete Bäckertruppe (SV Stetten), wilde Wikinger, der Zirkus Ramba-Zamba, die Winzer des Obst- und Gartenbauvereins und zwei Müllmänner – sie nahmen das Müll-Chaos zum Ende des alten Jahres auf die Schippe.
Hunderte von Zuschauern am Straßenrand
Dann war die Straße frei für die geladenen Gastzünfte, die aus allen Himmelsrichtungen nach Stetten gekommen waren. Darunter die Narrenzünfte aus Bieringen und die Vollmond-Hexa und Schreckengraben-Hexen aus Rottenburg genauso wie die Hagaverschrecker aus Stetten bei Hechingen, die Laibedal-Hexa aus Bad Imnau, die Waldschrate aus Bechtoldsweiler, die Maurochen aus Thanheim oder die Narrenzünfte aus Balingen, Engstlatt oder Rosswangen.
Etwas weitere Anfahrtswege hatten die Gwitter-Hexen aus Ofterdingen, die Narrenzünfte aus Hirschau, Mötzingen und Mössingen sowie die Duachberg-Hexa aus Mühlheim im Neckartal, und der Fasnetclub aus Unterjesingen.
Hunderte von Zuschauern am Straßenrand erlebten einen wunderschönen Umzug, bei dem Fasnetsmusiken wie das närrische Kurorchester aus Hirschau, die Krawallos aus Thanheim, die Lombakabell aus Stetten, die Feierdeifel aus Rosswangen und die Schalmeien aus Stetten mächtig die Stimmung anheizten und die Konfetti nur so flogen.
Stromausfall immer noch ein Thema
Stettens Narrenchef Benny Preis kommentierte das närrische Treiben per Mikrofon und natürlich war der mehr als einstündige Stromausfall am Auseliga Dauschteg mitten in den Hemadglonkerball hinein immer noch ein Thema. Selbst am Sonntag passierte etwas Unerwartetes: plötzlich rauschte ein Rettungswagen des DRK heran und musste sich um einen Notfall kümmern. Bei seiner Weiterfahrt mitten durch den Umzug machten die Narren diszipliniert Platz.