Eines kann man sagen: Das Wetter hat Narren und Zuschauern in der Fasnet 2026 einiges abverlangt. Das war auch beim großen Umzug in Owingen so.
Regenschirme dominierten das Bild. Unter den Zuschauern an den Straßenrändern ebenso wie unter den zahlreichen Narrengruppen, die am Dienstag tapfer durch die Owinger Ortsmitte zogen – und sich die gute Laune trotz widriger äußerer Umstände nicht vermiesen ließen.
Irgendwie zog sich das Wetterpech dieses Jahr durch die ganze Haigerlocher Straßenfasnet, egal ob bei der Kinderfasnet am Auseliga, oder beim großen Fasnetsumzug am Montag in Gruol. Lediglich am Sonntag in Weildorf und Stetten hatten die Narren und das Publikum etwas mehr Glück.
Dienstag der Haupttag der Aubenger Fasnet
Weil der „Aubenger Narraverei“ schon zu Beginn des Jahres seinen 75. Geburtstag groß gefeiert hatte, verzichtet man in der Hochphase der Narretei am Fasnetsmontag auf den Lumpenball, bot aber am Fasnetsdienstag – dem Haupttag der Aubenger Fleckafasnet – volles Programm. Schon am Morgen gab es die übliche Kinderbescherung beim Rathaus und je näher die Mittagszeit kam, umso mehr nahm die Fasnet Fahrt auf.
An den verschiedenen Bewirtungspunkten sammelten sich allmählich die Umzugsgruppen – insgesamt 18 Stück. Pünktlich um 13.30 Uhr zogen sie von der alten Kirche aus los durchs Dorf und in Richtung Eyachtalhalle. Angeführt wurde der Tross natürlich vom „Aubenger Narraverei“ mit seinen Narrenfiguren, dem Elferrat samt Fahnenschwinger, der Kinderfürstengarde mit dem Fürstenpaar Lina I. und Tim I. und dem Aubenger Ballett. Für die jungen und sehr erfolgreichen Tänzerinnen war mit der Teilnahme am Umzug übrigens Schluss: Sie wurden nach 15 erfolgreichen Jahren verabschiedet.
Narrengruppen mit weiten Anreisen
Auch lokale Owinger Gruppen hatten sich in den bunten Umzugstross gemischt, der von Heike Schneck wie immer mit launigen Worten kommentiert wurde. Darunter Vampire, Discokugeln, Fliegen und Waldfeen. Flankiert wurden sie von Narrenvereinen wie den Mo-Hopsern aus Göttelfingen, der Narrenzunft Kirschdestorre aus Bischweiler im Landkreis Rastatt, den Fels Deifl aus Bitz, den Narrenzünften aus Altheim, Rohrau, den Schlossberg-Hexen aus Vöhringen, den Steinach-Hexen aus Mettstetten, den Krautskräga und Mühla-Katza aus Betzingen bei Reutlingen und den Bluad-Schlotzern aus Böblingen.
Aus dem Raum Haigerloch waren die Laibedal-Hexa aus Bad Imnau und die Schaiblin-Hexa aus Stetten mit dabei. Und damit es auch richtig nach Fasnet klang, dafür sorgten die Musikkapelle Owingen, sowie die Lumpenkapellen „Halba HEH“ aus Engstlatt und aus Grosselfingen.
Bleibt am Ende von tollen närrischen Tagen nur zu hoffen, dass die Wettergötter der Fasnet 2027 etwas wohler gesonnen sind.