Ein absoluter Höhepunkt in der Haigerlocher Fasnet – und auch darüber hinaus – ist der große Umzug in Gruol. Das war diesmal nicht anders.
Meistens hat der Narrenverein Gruol als Veranstalter eines der größten Umzüge im Zollernalbkreis Glück mit dem Wetter. Das galt diesmal nur bedingt. Denn als etwa die Hälfte der 60 Gruppen (drei mussten krankheitsbedingt absagen) an den Zuschauermassen an den Straßenrändern vorbeigezogen war, verdüsterte sich der Himmel und der Regen setze ein.
Reizende Seniorinas und waschechte Trapper
Aber echte Narren stehen das durch. Und so erlebten vermutlich mehr als 2000 Zuschauer einen Umzug, der jedes Jahr durch den großen Einfallsreichtum der teilnehmenden Gruppen besticht. Es gab ganze Blumensträuße zu bewundern, ebenso zauberhafte Waldelfen, Katzen, Schnecken außer Rand und Band oder Fliegen und Mistkäfer, die dampfende Mistkugeln vor sich her rollten. Eine ganze Schar Gruoler Mädels, flitzte als „Dolce Vita“-Gruppe mit ihren Rollern hin und her. Dass es in Gruol nicht nur die Mafia, sondern auch Biberfänger gibt, dürfte dem Letzten spätestens gestern klar geworden sein.
Zwischen die vielen Narren mischten sich immer wieder Fasnets und Guggenmusiken sowie Lumpenkapellen wie die aus Bittelbronn, Weildorf, Stetten, Grosselfingen, Rosswangen, Engstlatt, Rangendingen oder Hirrlingen. Mit den Narrenvereinen aus Bittelbronn, Hart, Owingen, Stetten, und Weildorf waren auch Zünfte aus dem Raum Haigerloch in Gruol dabei. Aus der unmittelbaren Nachbarschaft gaben die großen Narrenvereine aus Rangendingen und Hirrlingen ihre Visitenkarte.
Diesmal ohne Stargast
Wie immer führten die Gruoler Masken (Fransenbutze, Feger, Walpurga-Hexen) sowie die Gruoler Tanzgarde den Umzug an, den die als Chamäleons verkleideten Carolin Koch und Steffi Kübler in der Ortsmitte charmant moderierten. Übrigens mit einer extra für diese Fasnet angeschafften nagelneuen Lautsprecheranlage.
Auf eines mussten die Fans des Gruoler Umzugs in diesem Jahr allerdings verzichten: Normalerweise schlüpft Martin Flaiz beim Montagsumzug immer in das Häs eines großen Prominenten, der von sich reden gemacht hat. Diesmal fiel der Besuch eines Stargastes leider aus. Aber, so viel ist sicher, es kommt ja wieder eine Fasnet.