Der Schlüssel gehört der Zunft – Zunftmeisterin Steffi Laube nimmt ihn Ortsvorsteher Helmut Finkbeiner ab. Foto: Hans-Jürgen Kommert

Holzschuehklepfer und Glebfdoole laden ein ins „Abenteuerland“ in Gremmelsbach. Auch zwei Bürgermeister sind dabei.

„Komm mit mir ins Abenteuerland“ – so sangen einst die Musiker der Band Pur. Und in Gremmelsbach luden Holzschuehklepfer und Glebfdoole nun ein ins „Abenteuerland“.

 

„Märchenhaft, mystisch und maßlos“ sollte er werden, der Abend der Narren im Abenteuerland, versprach Zunftmeisterin Steffi Laube – und sie hatte nicht zu viel versprochen. Nach der Schlüsselübergabe von Ortsvorsteher Helmut Finkbeiner an die Narrenchefin begrüßte sie alle Gruppierungen, die wieder einmal den Dorfgemeinschaftsraum überquellen ließen. Und begrüßen konnte sie auch zwei Bürgermeister: Pfiffer III aus der Triberger Oberstadt sowie den „Zunftbürgermeister“ Sven Ketterer. Selbst Altbürgermeister Gallus Strobel fand sich später ein wohl letztes Mal ein.

Dann aber ging es los – atemberaubend. Denn „us de Schone“ platzierte sich die Gruppe „Delicious“ unter der Leitung von Ramona Gutemann auf der Bühne. Die jungen Frauen treten schon seit Jahren gerne im „Gremmschbe“ auf. Die Mädels mussten aber schnell weiter – bei der Mega-Hexenparty in Schönwald wurden sie nämlich ebenfalls schon sehnlichst erwartet.

Lea und Elija Dieterle moderieren

Das Moderatorenduo Lea und Elija Dieterle konnte sodann eine Premiere und vielleicht einen einzigartigen Auftritt verkünden – wiewohl ja die „Bachforellen“ eine bekannte Größe der Gremmelsbacher Saalfasnet darstellen. Doch es musste eine „Ersatzspielerin“ her, da Elke Weis fehlte. So übernahm diesen Part die Tochter der „Alt-Bachforelle“ Steffi Laube – und Fiona machte das richtig gut. Die beiden kommen ja in den Bächen des Dorfes ganz schön rum und hatten viele Ungereimtheiten erkannt. Ein besonders wachsames Auge hatten sie dabei auf einen Neuen geworfen: Patrick Pohl, obwohl recht jung an Jahren, erscheint nach der Darstellung der beiden Fischlein stark gefährdet zu sein, an Demenz zu erkranken. Wie sonst könnte man seine Vergesslichkeit erklären? So reicht sein Gedächtnis an manchen Tagen nicht einmal 250 Meter weit – mit dem Auto wohlgemerkt.

Unterschied der Geschlechter beim Duschen

Erstaunlich soll der Unterschied der Geschlechter beim Duschen sein: Während sich Frauen mit vielerlei Mittelchen und sehr viel Wasser schick machen und dabei etwas verschämt wirken, soll angeblich der männliche Part in der Hauptsache um sein Gemächt bemüht sein, wie Nicole Kienzler, Isolde Duffner, Karin Klausmann, Roswitha Schneider und Cordula Epting dem Publikum Glauben machen wollte.

So sorgfältig duschen Frauen, während Männer angeblich das Wasser eher geschlechtszentriert über sich rinnen lassen. Foto: Hans-Jürgen Kommert

Natürlich mussten einmal mehr die Zunftmeister dran glauben – sie durften sich über intensive Zuwendung der Moderatoren genauso freuen wie über den Schalk von Musiker Andy Hehl. Erstaunliches erfuhr man über Schneewittchen und die sieben Zwerge, die alle scharf auf die holde Maid waren – die wahre Geschichte. Das Mädel ließ sie allesamt abblitzen. Den Schlusspunkt setzten die jungen Wilden mit einem fantastischen Tanz – eine wundervolle Fortsetzung der „Gremmlins“ und der „Bachstelzen“.