Fünf Büttenredner traten auf bei der Elfimess der Narrenzunft Furtwangen in der Festhalle. Sie sorgten für beste Stimmung. Durch das Programm führte Zunftmeister Dirk Friese.
Ein neuer Star am Furtwanger Narrenhimmel war geboren. Die junge Amelie Weiß als Ministrant trat mit Pfarrer Bethäuser auf. Gemeinsam marschierten sie in die Festhalle ein. Doch plötzlich stellten sie fest, dass sie allein waren. Bei ihrer Fronleichnamsprozession hatten sie besondere Laufschuhe an und waren schneller als die restlichen Teilnehmer. Sie nahmen dann auf der Bühne Platz und hatten so einiges zu berichten. Mit Marie-Therese Feulifack hatten sie die „Schwarzwaldmarie“ mitgebracht.
Harald Bethäuser erzählte, dass er seit Jahresbeginn Training im Beri mache. Er trainiere seine Bizeps. Aufgrund der neuen Großpfarrei muss er jetzt das Weihwasser von der Fatimakapelle bis nach St. Georgen spritzen.
Russenkappen im Münster
Ein großes Paket hatte Amelie Weiß mitgebracht. Es hatte mehrere Russenkappen. Diese seien nötig, da es bei der Investitur im Villinger Münster so kalt war. Auch konnte sie erklären, warum sie bei der Narrenmesse das Weihrauchfass so heftig schwang. Sie schwang es einfach zum „Gute Laune“-Lied. Auf die Frage von Pfarrer Bethäuser nach ihren Zukunftsplänen konnte sie schon von einer genauen Lebensplanung berichten. „Zunächst einmal Bürgermeisterin.“ In der Politik soll es dann weiter gehen in den Landtag. Die Farbpracht soll erhalten bleiben: Statt Braun dann Weiß. Danach dann Pfarrerin.
Frauen in Männerberufen
Andrea Klausmann griff dies auf und meinte, sie könne dann ja auch Päpstin werden. „Vom Vatikan dann zu Muttikan.“ Klausmann selbst kam von der Arbeitsagentur. Sie hatte Tipps für ein besseres Management der Narrenzunft parat. So hatte Zunftmeister Dirk Friese für das Narrentreffen in Ehingen an alles gedacht. Nur das Gastgeschenk hatte er zu Hause vergessen. Da er tags zuvor schon angereist war, musste er jemanden finden, der erst am Sonntag anreiste. Seine Tochter brachte ihm dieses dann nach Ehingen ins Hotel. Doch vor dort hatte er Probleme, ein Taxi zu kriegen. So konnte er nicht zum Zunftmeisterempfang. Auch Nachfrage von Andrea Klausmann gab er zu, dass er das Gastgeschenk nie hergegeben hat und es wieder bei ihm zu Hause ist.
Ebenso erzählte sie Geschichten über den eingefleischten SC-Freiburg-Fan Peter Mark. Nach einem Europa-League-Spiel rief ihn ein Bekannter an, da er sich Sorgen machte. Peter Mark meinte nur, er bereite sich gerade vor, nach Freiburg zu fahren. Ein ähnliches Malheur passierte ihm in St. Pauli. Er buchte ein Hotel von Freitag bis Sonntag. Doch das Spiel dort war nicht am Samstag, sondern am Sonntag. In die Bütt stieg auch Erika Kippar. Sie kam als chinesischer Ranger und zog Vergleiche von Marco Polo zu Furtwangen. Zum Schluss animierte sie mit Marie-Therese Feulifack die Narren, beim Fliegerlied mitzumachen.
Aus dem Rheinland, genau genommen Pfalz, als Gast kam, wie vor zwei Jahren Christof Wirfs. Er ist mit einer Furtwangerin verheiratet. Wirfs sieht sich als „Austauschnarr“. Einmal bei sich zu Hause und im anderen Jahr in Furtwangen. Und hier sorgte er mit seinem rheinischen Dialekt für große Erheiterung. Auch spielte er einen Ur-Kölner Büttenredner nach. Urgesteine der Furtwanger Elfimess sind Hedwig (Gerda) und Emil (Werner Dold). Sie seit über 20 Jahren und er seit über 40 Jahren. Und treffend hatten sie immer wieder musikalische Einspieler mit ihrem Gesang parat. Zu berichten hatten sie über die Eigenheiten bei der Bürgermeisterkandidaten-Vorstellung in der Festhalle oder von der Bierknappheit im Ochsen beim Landschaftstreffen. Als Gast öffneten sie einfach das Fenster und bestellten Bier beim Stand vor dem Ochsen. Auch hatte der Ochsenwirt Probleme bei der Beschaffung weiterer Bierfässer vom Rössle. Die hatten einen anderen Fassanschluss.