Die „Hilbenschlecker“ sorgten für Stimmung. Foto: Karl-Peter Neusch

Der Bürgermeister muss in Frohnstetten immer wieder in die Manege. Die Akrobatik begeistert.

Mit Narrenglanz und Zirkuszauber bestand das im Herbst neu formierte, stark verjüngte Vorstandsteam des Frohnstetter Narrenvereins „Hilbenschlecker“ bei ihrem Motto-Fasnetsball ihre Feuertaufe mit Bravour. Die rappelvolle und stimmungsvoll dekorierte Hohenzollernhalle verwandelte sich über zwei Stunden lang in eine närrische Zirkusmanege. Das Publikum jedenfalls war begeistert und quittierte jeden Auftritt mit Applaus und Zugaberufen. Für die optischen Farbtupfer sorgten einmal mehr die Mädchen der roten und der blauen Garde, die sowohl im Gardekostüm als auch mit ihren fantasievollen Showtanzoutfits auf der Bühne eine gute Figur machten und mit tänzerischen Höchstleitungen zu überzeugen wussten.

 

Die beiden komödiantischen Urgesteine der Hilbenschlecker, Venera Riedmaier und Alfio Tomaselli alias Gustl und Elsbeth, versuchten sich diesmal als Zauberkünstler. Vollkommen talentfrei aber mit einem überzeugenden Selbstbewusstsein ausgestattet, ernteten sie sowohl mit dem magischen Metermaß als auch den fliegenden Taschentüchern Applaus. Ihre leicht durchschaubare Messerstichnummer sorgte zunächst für baffes Erstaunen und anschließend für herzhafte Lachsalven.

Bürgermeister Maik Lehn sah sich mehrfach zur Erheiterung des Publikums in die Manege gerufen. Dass der Stimmungspegel stets hoch blieb, dafür sorgte nicht zuletzt das charmante Moderatorinnen-Duo Natascha Dreher und Lisa Tomaselli. Kreativität gepaart mit tänzerischer Ausdrucksstärke und einem Schuss Akrobatik boten die jungen Hilbenschlecker mit ihrem dynamischen Muskelmännertanz. Elegant und graziös hingegen die große Steckenpferd Show der älteren „Hilbis“, die sich in anmutigen Formationen bewegten. Nicht fehlen durfte natürlich der „Hausbarde“ der Frohnstetter Fasnet, Dominik Herr, der es auch diesmal wieder verstand, mit seinen selbst getexteten Liedern das Publikum zu begeistern. Seinem musikalischen Bekenntnis „Ich lieb die Fasnet so sehr“ konnten sich alle am Ende anschließen.