Die KI-Ideen gefielen den Talhexen überhaupt nicht, denn immerhin wissen die Narren, wie man in Eutingen Fasnet feiert. Foto: Feinler

Einen Kurs der Narren-Rufe belegte am Samstag Ansager Hansi Seefried, denn zahlreiche Gäste schlossen die Eutinger Hallenfast und die Feier zu 60 Jahre Prinzengarde ab.

„2026 war wunderbar, wir sind stolz, dass wir waren euer Prinzenpaar“, verkündeten Prinzessin Jaqueline und Prinz Kevin, ein echter Schaffer, der kurzerhand beim Bühnenaufbau half. Voller Stolz traten zum letzten Mal für diese Saison die Prinzengarde mit ihrem Marsch- und Showtanz sowie die „Sweetys“ auf. Anna-Lena, Sofia, Mila, Elli, Lia und Jolyline wurden von Jolie Raible und Emma Eisenbrücker trainiert.

 

Für die „Greatest Show“ unter der Leitung von Madita Seele, Melanie Krespach und Laura Armbruster gab es Standing-Ovation. Hansi Seefried stand auch an diesem Abend auf heißen Kohlen, denn jederzeit könnte die Geburt seines Kindes beginnen – daher kündigte sich Tobse Plaz als Ersatz-Ansager an. Doch Hansi führte ohne Unterbrechung durch den Abend, wenn er auch mit den Schlachtrufen des TCV Herausforderungen meistern musste.

„Golden Girls“ tanzen

Die Gäste aus Talheim zeigten beim Marschtanz von Kim Bromberger und Sarah Rennstich, dass sie vom Stehen einfach so in den Spagat kommen. Als die „Golden Girls“ mit grauer Perücke und Schürze tanzten sich die 25 Frauen fit. Ann Cathrin Adelhelm, Julia Pantle und Aurelie Roder hatten den Verwandlungstanz ohne Stützstrümpfe einstudiert.

Der große Liebesbeweis

Weil Valentinstag war, übergab Hansi der Talheimer Präsidentin Steffi sowie Eutingens Vorsitzende Iris ein Blümle. Dem Talheimer Prinzen Julien I. vom Hoppelnden Hasentrio drückte er für seine Prinzessin Jenny I. von Schloss und Eis Blümle in die Hand. Eutingens Prinz Kevin hatte für seine Jaqueline besondere Worte: „Ich konnt keine Blumen kaufen, denn ich war in Weitingen aufbauen für morgen. Der größte Liebesbeweis: Wir feiern gemeinsam als Prinzenpaar Fasnet.“

Wie es in der Whatsapp-Gruppe der Schelladralle abgeht, zeigten die Mädels auf der Bühne. Foto: Feinler

Wie so eine Eutinger Fasnet aussieht, symbolisierten die Schelladralle mit ihrem „WhatssAPP-Chat SD“-Auftritt. Bei diesem wurde nicht nur die Club-Raum-App hochgenommen, sondern auch besondere Mitglieder mit besonderen Wünschen. Weil die Narrenzunft Eutingen einen Vorstand suche und die beiden gottlosen Kardinäle nicht in Frage kommen würden, waren sie ratlos. Einen Busfahrer für die Umzüge hätten sie auch nicht, weshalb die Göttelfinger Clowns sie ja mit der Badewanne abholen könnten.

KI-generierter „Chatnarr“

Die Sprüche von Eva, Ronja, Sarah, Nolle, Lisa und Alisa hatten viele Pointen. Was ein von einer KI generierter „Chatnarr“ ist, wussten die Talhexen unter der Regie von Marcel Burkhardt. Dieser hatte seine KI (Sandra Krespach) nach einem Hexen-Aufritt gefragt. Mit Heino-Liedern, Mäuse-Tänzen oder Oktopussen war er nicht zufrieden. Selbst der Nachwuchs schien ihm zu lustlos und so musste das „sexy Bierfässle“ auf die Bühne. Bald schon hatten alle „oben, unten, hinten“ gute Laune.

Wie man „wir haben gute Laune“ tanzt, zeigten die Eutinger Talhexen. Foto: Feinler

Das Fazit von Alex Pusch: Wir brauchen keine KI, denn wir machen seit über 60 Jahren Fasnet in Eutingen. Und zu dieser gehören auch Tanz- und Schunkelrunden, die der Weitinger Oli Leins lieferte. Die Guggamusik Shitbulls und die Kuckuksgugga Haiterbach lösten ihn zwischendurch ab.

Heiße Tänze hatte die Showtanzgruppe aus Dettingen mit ihrem „Rio-Tanz“ von Alica Petry einstudiert. Lange feierten die Gäste aus Talheim, Dettingen und die Brechalochhexen den Abschluss von 60 Jahre Gardetanz in der Eutinger Halle.