Die Tanzküken und -hühner der Narrenzunft Rohrdorf gaben alles bei ihrer gemeinsamen Hitparade. Foto: Alexandra Feinler

Wenn der Gastgeber eine Eierknacker-Kapp erhält, dann feiert die Narrenzunft Rohrdorf ihr 50-jähriges Bestehen – und am Samstagabend feierten zahlreiche Gäste mit.

Durch das Programm führten Marina Weiß und Manuel Mäder, mal als Zunftrat, als Sektflasche oder als Geburtstagstorte. Das Starzach-Duo sorgte für den passenden Einmarsch der Gäste auf die Narrenbühne.

 

Das NZR-Vorstandsduo mit Bianca Fuhrer und Alexander Michel stellten die Rohrdorfer Eierknacker, Mauerholzleut, den Narrenrat und die Bräuche der Rohrdorfer vor. Marina Weiß rief Ehrenzunftmeister Franky und Gründungsmitglied Robby auf die Bühne: „Ihr seid bis heute noch aktiv und springt in jeder Fasnet sicher 80 Prozent mit. Das ist toll.“

Mit starkem Applaus bedachte das Publikum nicht nur die Gründungsmitglieder, sondern auch die Rohrdorfer Tanzküken und -hühner. Selbst der Rohrdorfer Hühnerkurier, das Blättle im Flecka, spielte eine wichtige Rolle.

Kriegerinnen der verlorenen Seele

Weil „der Zug keine Bremse“ hat, ging es gleich mit den Showtänzerinnen aus Bierlingen weiter. Als Kriegerinnen der verlorenen Seele reisten sie auch ins Lummerland. Die gebürtige Rohrdorferin lernte an diesem Abend auch, dass die Narrenzunft zur Fasnetszeit „Bad Hirsch“ heißt. Den traditionellen Hexentanz hatten die Gäste mitgebracht, dabei war jede Hexe individuell gestaltet. Begleitet wurden sie von ihrem Närrischen Kurorchester.

Einmalig: Vorsitzende Bianca Fuhrer erhielt vom „Narea“ zum 50. Geburtstag der Eierknacker einen Eierknacker-Hut. Foto: Alexandra Feinler

In ihren orangen-roten Warnwesten eroberten die Tänzer der Narrenzunft Untertalheim die Bühne. Die Baustellenhelden ließen „Bodo mit dem Bagger“ hochleben und hatten auch „YMCA“ im Gepäck. Mit ihren Überschlägen und Pyramiden erschufen sie sich bei Manuel Mäder großen Respekt. So wusste der Ansager: „So einen Bauhof habe ich noch nie gesehen, der so abgeht.“

Männerreiches Programm

Vorsitzende Bianca Fuhrer freute sich besonders, denn das „männerreiche Programm“ war noch voll im Gange: „Da kommt noch einiges.“ Eigentlich wollte sie den Martin aufs Korn nehmen, weil dieser anstatt „Narri“ immer „Narrea“ gerufen hatte. Bei einem Umzug hatte er ihr für ihren Hut mit den Federn nur einen Stern gegeben. Das vergaß NZR-Bibi natürlich nicht. Auf der Bühne erhielt er ein T-Shirt mit der Aufschrift „Narrea“, aber fünf Sternen dazu. Doch Martin zeigte sich schlagkräftig und packte eine Eierknacker-Fischerkapp aus und schenke Bibi einen Eierlikör sowie die Tischdeko zurück.

Als „Raben“ sorgten die Schälripple aus Bad Imnau für echte Augenverrenkungen, denn ihre Tanzdarbietung enthielt so viel Show- und Musical-Parodie. Foto: Alexandra Feinler

Nachdem die Gäste die Bühne freigemacht hatten, tauchten die Tanzmädels aus Rohrdorf ein in die Piraten-Welt. Die Choreografie kam vom Geschwisterduo Cindy und Jenny Herrmann. Für Tanzrunden sorgten „Los Mexicanos“ aus Bühl, die Lieder wie „Only You“, „Bella Napoli“ und „Manitu“ aufführten.

Männer verwandeln sich in Raben

Eine Musical- und Tanzshow mit vielen Einlagen von den Schälripple aus Bad Imnau kam so gut beim Publikum an, dass einige laut nach Wiederholung baten. Kreativ zeigten sich die Männer aus Bad Imnau mit dem Anziehen einer roten Socke für Rabe Socke, aber auch bei Umkleidungs-Aktionen zu Raben mit schwarzen Federn. „Wow,wow, da kannsch nix mehr sagen“, fügte Manuel Mäder am Schluss hinzu.

Mit ihrem Maskentanz der Hexen und Mühlengeister verdeutlichte die Narrenzunft Unterschwandorf, wie man trotz Masken Pyramiden und Drehungen auf einer gut eingeheizten Bühne umsetzt.

Zum Abschluss des rund dreistündigen Programmssorgte das Närrische Kurorchester aus Bad Hirschau für den musikalischen Abschluss. Das Moderatoren-Duo gab danach die Bühne für das Starzach-Duo frei.