Die Obere Bläre mit Sabine Coraci (von links) Silke Staiger, Clemens Hauser, Michaela Bochinger-Rapp und Simone Westphal harmonierten gesanglich als Rehe und Jäger. Foto: Herzog

Fünf Schnorrer-Gruppen waren am Freitag in ebenso vielen Schnorrer-Beizen unterwegs. Im Gepäck hatten sie viele Geschichten, Gedichte und Bolzen. Zum Glück gibt’s nur einen Matthias Zehnder in Eschbronn.

Sonst wären die Schnorrer der Hecke-Pfiefer noch deutlich länger unterwegs gewesen, um all die Missgeschicke unters Narrenvolk zu bringen.

 

Unter anderem geriet Zehnder bei der Gruppe um Mike Schwenk, Volker Kopp und Debütantin Nadine Kaucher in die Fänge. So soll er beim letztjährigen Schnorren statt „Lichtbutschär“ Licht und Scherr gesungen haben. Dabei stellte sich heraus, dass Zehnder bereits seit 13 Jahren den Text falsch gesungen hat.

Die Heimathelden sorgen mit Oberkrainermusik für gute Stimmung. Foto: Herzog

Frank Rapp und Jule, die mit den musizierenden Heimathelden als „Klo reiche Sieben“ unterwegs waren, hatten Wind davon bekommen, dass Oli der Handorgler im Outlet-Center von Schiesser in Radolfzell neue Unterhosen kaufte. Um zu sparen, entschied er sich für einen Viererpack.

Frank Rapp und Jule hatten viel Amüsantes zu berichten. Foto: Herzog

Zu Hause bog sich seine Frau Andrea vor Lachen, weil das gute Stück mehrfach zu groß war. Oli musste eingestehen, dass vier Stück eben nicht gleich 4XL sind.

Bestellung wiegt 1,8 Tonnen

Aber auch beim online Bestellen kann einiges schief gehen. Eugen Reuter lud sich per Mausklick vier Bremsscheiben für sein Auto in den Warenkorb und freute sich, dass sie drei Tage später geliefert wurden. Allerdings wunderte er sich sehr, als der Lieferant nach einem Stapler fragte. Die Bestellung wog 1,8 Tonnen, geliefert wurden 400 Bremsscheiben.

Lichtputzscher Peter Rapp (rechts) war erstmals mit Däefelebua Jan Bochinger unterwegs. Foto: Herzog

Lichtbutschär Peter Rapp, erstmals mit Däfelebua Jan Bochinger unterwegs, der die Kurbel an der Kabaretttafel drehte, berichtete vom liebsten Zeitvertreib der MSC-Mitglieder im Vereinsheim. Beim Pfeile werfen fand jedoch manches Geschoss nicht ins Ziel. Da die Gelenkigkeit der Altrocker nicht mehr die Beste ist, nahmen sie eine Müllzange zum Aufheben. „Auch wer dumm ist, muss nicht ungeschickt sein“, zitierte Rapp ein altes Sprichwort.

Als Rehe kostümiert und mit Jäger Clemens Hauser unterwegs plauderten die Obere Bläre die Geschichte von Günther Haberstroh aus. Er wollte nach dem Rasen mähen den Traktor in die Garage stellen. Dabei kollidierte der Messerbalken mit der Wäscheleine. Unbemerkt fuhr er mit am Messerbalken hängenden Tangas seiner Frau Diana durchs Dorf. „Uff dia Art kasch au Wäsche trockne lau, weil des bestimmt koan andre macht“, amüsierte sich das Quintett.

Teile für das Vogelhäuschen

Sven Neuschwender und Michael Sturm, die von der Dätschmusik begleitet wurden, wussten von Nadine Heilmanns Streich.

Die Dätschmusik war ebenfalls am Start. Foto: Herzog

Als Tierliebhaberin bestellte sie Teile für vier Vogelhäuschen, die ihr Mann Maik zusammenzimmern sollte. Dem kam das geringe Gewicht des Pakets spanisch vor. Beim Öffnen war dann klar: „Vier Häuschen sind drin und schön, aber nicht zum Vögel verwöhn. Vögel passen hier nicht rein, denn sie müssten winzig sein. Die Häuschen sind, wer hats geahnt, für Zuhause als Deko geplant“, frotzelten die Schnorrer.

Die Besucher vom Schnorren wurden mit Geschichten und Musik bestens unterhalten. Foto: Herzog

Zwischen den lustig vorgetragenen Beiträgen sorgten die Heimathelden und die Dätschmusik für gute Stimmung der begeisterten Besucher.