Ein letztes Mal Narri Narro schallte es am Dienstagnachmittag aus den Kehlen Tausender von Narren und Besuchern, die das närrische „Klein Paris“ voll in Beschlag genommen hatten.
Den letzten Tag des Fleisches noch einmal voll genießen und einen letzten Schluck aus der Pulle der närrischen Glückseligkeit zu nehmen, bevor die vorösterliche 40-tägige Fastenzeit begann, das wollten Besucher und Narren zu gleichen Teilen – und das versetzte sie auch in Hochstimmung.
Daran änderten auch Windböen und Regenschauer, die pünktlich zum Umzugsbeginn um 13.30 Uhr einsetzten, nur wenig. Einmal in Bewegung gekommen, war der aus 54 Narrenzünften und Gruppen bestehende und farbenfrohe närrische „Lindwurm“ nicht mehr aufzuhalten. Der Umzugsweg begann im alten Ortskern, führte über die Utta-Ebersteinstraße und Gäustraße zu den Sportanlagen und dort in in die Breitwiesenhalle.
Viele Zünfte gastieren zum wiederholten Mal
Mit den Narrenzünften aus Ergenzingen, Wolfenhausen, Weitingen, Eutingen, Rohrdorf, Felldorf, Seebronn, Untertalheim waren acht Zünfte des närrischen Freundschaftsringes Neckar-Gäu vertreten, ansonsten viele aus der unmittelbaren Nachbarschaft, dem Neckartal, dem Gäu und der Herrenberger/Nagolder Ecke. Im Übrigen allesamt keine Unbekannten, denn viele von ihnen gastierten schon zum wiederholten Male in Ergenzingen.
Sprecher an drei Ansagestellen
Richtig in Szene gesetzt wurden die Gastzünfte von sachkundigen Sprecherinnen und Sprechern an drei Ansagestellen. Stark war auch die Gemeinde Starzach vertreten, die mit den Zünften Felldorf, Wachendorf und Börstingen anreiste. Sehr stark engagierte sich auch die Nachbarzunft aus Eutingen, die noch „Django’s Fasnetswagen“ und vier Weitere mit nach „Klein – Paris“ brachte. Der gute Schluss oblag dann traditionsgemäß den Narrenrätinnen und -räten der Ergenzinger Zunft, die auf eine gelungene Saison zurückblicken durften. Nach dem Umzug war buntes Narrentreiben in der Breitwiesenhalle, im Adolph-Kolping-Saal und auf der Gass angesagt, bevor am Abend die Fasnetverbrennung der Kampagne ein Ende setzte.