Die Nachbarkommune hält die Brauchtumsfasnet hoch. Das wurde beim großen Narrentreffen sichtbar. Auch Haigerlocher Narrenvereine mischen kräftig mit.
Fasnet und Empfingen, das passt wunderbar zusammen: Das haben am Sonntag in der Haigerlocher Nachbarkommune vermutlich alle gedacht, die beim großen Umzug des Närrischen Freundschaftsrings Neckar-Gäu Ringtreffens hautnah dabei waren.
Das Aufgebot an Narren hätte kaum größer sein können. 33 Narrenzünfte und -vereine mit etwa 3500 Hästrägern sowie Musikkapellen und Guggenmusiken aus dem Ring hatten sich dafür angekündigt. Schätzungsweise 5000 Zuschauer verfolgten an den Straßenrändern einen närrischen Lindwurm, der sich über zwei Stunden lang von der Wehrsteiner Straße und die Lehmgrube und „Nei da Flegga“ bis zur Täleseehalle und zum dortigen Festzelt zog.
Der Umzug hatte aus Anlass des 75-jährigen Bestehens der Kulturgemeinschaft Empfingen – zu ihr gehört auch die örtliche Narrenzunft – stattgefunden. Schon in seinem Grußwort in der vorab veröffentlichten „Feschdzeidong“ (Festzeitung) hatte Bürgermeister Ferdinand Truffner seine große Vorfreude auf das Ereignis geäußert. „Des wird a Fescht – ond darauf könna mir stolz sei.“ Der Andrang war so groß, dass zeitweise kein Durchkommen mehr möglich war. Immer wieder gab es Lob für den Vorstand der Kulturgemeinschaft mit Patrick Kolb, Fabian Walter, Timo Gfrörer und Dennis Drewing. Sie hatten das Jubiläum meisterhaft organisiert.
Auftakt zu den Feierlichkeiten war bereits am Freitag mit einem närrischen Abend des Freundschaftsrings in der Täleseehalle. Am Samstagnachmittag zog dann ein Umzug mit 26 Gruppen und vor allem vielen Kindern durch Empfingen.
Der Sonntag als Höhepunkt des dreitägigen Narrenfestes begann mit einer Narrenmesse in der Kirche St. Georg, dem Einbinden der Empfinger Strohbären – eine Figur mit viel Tradition in der freien Empfinger Fleckafasnet – und einem Zunftmeisterempfang im Rathaus.