Die Schurkenfänger mit dem Delinquenten Foto: Uwe Ade

Ein großer Umzug war neben dem Narrengericht ein Höhepunkt der Dornstetter Fasnet.

Rund 2500 Hästräger mischten in fast 60 Gruppen beim Umzug mit, und Tausende Besucher säumten bei strahlendem Sonnenschein die Straßenränder. Sie hatten Gefallen am närrischen Lindwurm, der sich durch Dornstetten Richtung Marktplatz zog.

 

Hexen, Teufel, Dämonen oder hübsche Gardemädchen, Schellennarren und andere bunte Figuren mit teils großen Festwagen liefen an den Menschenmassen vorbei.

Da fehlten als klanglicher Rahmen auch schmetternde Musiken nicht. So führte die Stadtkapelle Dornstetten mit närrischen Klängen den großen Umzug an. Gefolgt von den veranstaltenden Dornstetter Drillerhansele und dem Kindergarten „Alte Volksschule“ als Junge Hüpfer aus der Altstadt, den Stolla-Hexa Hallwangen und der Narrenzunft Dornstetten mit den Schnogaklopfern, Pestbutza und den Kräutergreteln. Es folgten weitere Zünfte und Gruppierungen aus der Umgebung.

Guggamusiken wie die Hexaheuler Freudenstadt, die Eschagrabe Tröder oder die Grenzweg-Sinfoniker Kniebis brachten fetzige Klänge.

Delinquent in Ketten gelegt

Zum Ende des riesigen Umzugs wurde Delinquent Timo Stahl in Ketten gelegt und mit Halskrause von den Schurkenfängern durchs Städtle zum Narrengericht auf den Kirchplatz gezerrt. Das Narrengericht selbst und die Narrenritter folgten, und der Fanfarenzug Aach setzte den Schlusspunkt des Umzugs.

Durch die große Anzahl an Umzugsteilnehmern ging der Umzug knapp drei Stunden, und das Narrengericht tagte eine Stunde später als geplant.

Vereine und Institutionen bereicherten mit Ständen am Wegrand und hatten alle Hände voll zu tun.

Nach dem Narrengericht war weiter buntes Treiben im Narrendorf auf dem historischen Marktplatz angesagt.