50 (plus 1) Jahre und kein bisschen leise: Die Dornhaner Narren starten motiviert in das neue Jahr. Foto: Stöhr

Mit dem traditionellen Abstauben und den Mitgliedertaufen eröffnete die Narrenzunft Dornhan die diesjährige Fasnetsaison.

Dornhan - Gute Stimmung und Vorfreude herrschte im gut besuchten und mit bunten Girlanden geschmückten Narrenstüble bei der Fasnetseröffnung am Donnerstagabend. Viel Arbeit und Organisation liegen hinter Zunftmeister Björn Burkhardt, wie er erzählte. Für die Dornhaner Zunft soll es ein besonderes Jahr werden. Die Feier für das 50-jährige Bestehen steht bereits in zwei Wochen an. Eigentlich war diese im vergangenen Jahr geplant, musste aber wegen der Corona-Pandemie verschoben werden. Nun soll es vom 20. bis zum 22. Januar ein großes Narrentreffen in der Stadthalle mit großem Bar-Zelt geben.

Doch zuerst einmal sollte die Fasnet, wie es das Brauchtum vorsieht, aus dem Schlaf erweckt werden. So versammelten sich die Mitglieder im Narrenstüble zum Abstauben.

Ganz eigener Reiz

Ja, die Fasnet habe schon ihren eigenen Reiz. Er sei froh, dass es wieder losgeht, erklärte der Zunftmeister in seiner Eröffnungsrede in Reimform. Nicht lange bitten musste der Zunftmeister die Mitglieder, die den Dornhaner Narrenruf gleich beim ersten Mal laut und kraftvoll ertönen ließen. "Mit Freude und Frohsinn geht es jetzt auf die Straßen hinaus", kündigte Burkhardt an und forderte den Narrenrat auf, das Häs anzuziehen, um aus dem Alltagstrott auszubrechen. Die Leute wollten feiern. Umgezogen kamen diese kurz darauf zurück und brachten den "Kratten" herein. Darin befanden sich zwei kleine Lauser, die auf leises Zurufen und Abstauben durch den zweiten Zunftmeister Volker Mayer langsam aus dem Schlaf erwachten. Zu den Klängen des Narrenmarsches kamen anschließend die Figuren Lauser, Spaltbergmännle sowie die Garde herein und sorgten für Stimmung mit lautem Geschell. Brezeln und Süßes wurde verteilt.

Es gilt Narrenfreiheit

"Von jetzt an dürfed ihr alle wieder springa", hieß es. Bis Aschermittwoch gelte nun wieder die Narrenfreiheit.

Viel Applaus gab es für den ersten Programmpunkt, den Auftritt der Garde, die im Nebenraum mit ihrer Tanzperformance begeisterte.

Nach einer kurzen Pause standen die Taufen der neuen Mitglieder an. Als Erster durfte der neue Narrenrat Florian Neumaier Schnaps und Lauseröl kosten. Danach wurden vier neue aktive Mitglieder zeremoniell aufgenommen. Diese mussten unter den Augen der Anwesenden durch kaltes Wasser schreiten und das Lauseröl trinken.