Die Irslinger Schellnarren Foto: Weisser

Viele Besucher strömten am Sontag nach Irslingen zum G4-Umzug der befreundeten Narrenzünfte aus Dietingen, Irslingen, Böhringen und Harthausen.

Die große Resonanz bei der elften Auflage des 2009 ins Leben gerufenen Freundschaftstreffens war unter anderem auf das ideale Umzugswetter zurückzuführen. Der Morgennebel hatte sich rechtzeitig gelichtet. Die Sonne strahlte und ließ das Thermometer deutlich steigen. Das Warten am Straßenrand war somit wesentlich angenehmer.

 

Etliche Besucher aus den Nachbarorten waren zu Fuß gekommen. Die Narren zogen von der Albstraße an der Ehrentribüne vorbei zur Festhalle. Die Vorsitzenden der vier Vereine stellten ihre Narrentypen vor.

Aus dem In- und Ausland

Die Gastgeber führten den Umzug an. Dahinter folgten Hästräger aus dem „Ausland“. So hatte Bürgermeister Felix Hezel die Harthausener Narren beim Zunftmeisterempfang scherzhaft bezeichnet. An dritter Position präsentierten sich die Kleidlesträger aus Dietingen. Den Schluss zierten die Böhringer Narrenfreunde. Beim Klepfen zeigten die Treiber der Bennerrössle ihr Können. Viele Gardemädchen bereicherten den Umzug. Zum närrischen „Viererbund“ zählen die Gößlinger Musiker, die „Roale Buabe“. Mit den Kapellen der Gesamtgemeinde sorgten sie beim Umzug für den richtigen Ton.

Während nach dem Umzug in der Festhalle die Tanzgarden mit ihren Aufführungen begeisterten, spielte sich das närrische Geschehen weitgehend auf den Straßen und in den Besenwirtschaften ab.

Vor dem Umzug hatte der Zunftmeisterempfang im Sportheim stattgefunden. Die Vorsitzende der Irslinger Narrenzunft, Christa Reinauer, begrüßte die Bürgermeister aus Dietingen und Epfendorf, das Gründungsmitglied Heinz Bihler und den früheren Bürgermeister Frank Scholz, die Vertreter der vier Zünfte sowie der beteiligten Musikkapellen. Auch Alwin Staiger, Präsident der europäischen Narrenvereinigung, war unter den Gästen.

Über Grenzen hinweg

Fasnet verbinde und Freundschaften funktionierten über Orts- und Gemeindegrenzen, betonte Bürgermeister Felix Hezel und stellte weiter fest: „Vier Zünfte, vier Charaktere – aber ein Gedanke, nämlich Fasnet mit Herz, Humor und einer gesunden Portion Selbstironie zu feiern“. Hezel lobte die Irslinger Vereinsführung. Der Bürgermeister und Pfarrer Jose Thomson bekamen vom ENV-Vorsitzenden Orden überreicht. Weitere Grußworte sprachen die Vereinsvorsitzenden Marian Bühl (Böhringen), Sandra Langenbacher (Dietingen) und Timo Steinwandel (Harthausen).

Als Überraschung warteten die Dietinger Narrensänger mit einem Narrenmarsch-Medley auf.

Vor dem Empfang hatten sich die Narren zum ökumenischen Gottesdienst in der Irslinger St.-Martin-Kirche getroffen. Pfarrer Thomson und der evangelische Geistliche Pfarrer Alexander Beck zelebrierten die Messfeier. Die Dietinger Jugendkapelle umrahmte den Gottesdienst.