Die Frauenstimmen singt mit Lappen und Kittelschurz ausgestattet von Unglaublichem. Foto: Marcel

Der Weiberball in Deißlingen lud ins verrückte „Ku(h)rhaus“ ein. Alles frei nach dem Motto: „Wer hat eigentlich das Stethoskop gefressen?“

Ins verrückte Ku(h)rhaus haben die Macherinnen des Deißlinger Weiberballs eingeladen – und 240 Frauen ließen sich diesen Spaß nicht nehmen. Vermutlich wären es noch mehr gewesen, „wir waren ganz schnell ausverkauft“, betonte Saskia Ulbrich vom Ball-Team.

 

Die Muh-Vieh-Stars Zur Einstimmung gab’s einen Rückblick auf den ersten Weiberball vor zwei Jahren – die Muh-Vieh-Stars, gereicht zu überaus gesunden Snacks, also Chips, Flips und knallbuntem Aperitif. Man befand sich schließlich in Ku(h)r. Und hatte deshalb den roten Teppich von damals gegen eine gediegen beige Einrichtung getauscht, die Champagnergläser gegen Schnabeltassen, alles frei nach dem Motto: „Wer hat eigentlich das Stethoskop gefressen?

Musik- und Psychotherapie So ging es kunterbunt durch die Musik- und Psychotherapie, den Besuch bei der Ernährungsberaterin mit Vorliebe für Schwarzwälder Kirschtorte, ins Wartezimmer mit Prosecco und natürlich in die Abgründe, denen das Reinigungspersonal täglich begegnet.

Die Lappen- und Kittelschurz-bewehrte Truppe kennt man sonst als die Frauenstimmen, und stimmgewaltig sangen die Damen um Mimi Storz und Tati Mitsche von unglaublichen Ungeheuerlichkeiten.

In bierseligem Neid Doch auch der Männerstammtisch-Kappenabend im Ruckgaber wurde nicht verschont, sondern kurzerhand nachgestellt, in seinem ganzen bierseligen Neid auf das, was die Weiber im Zentrum drüben so machen – Spaß haben ohne Männer? Das kann doch nicht funktionieren. Tat es doch, im Bademantel und mit Gurkenscheiben im Gesicht hatten die Damen davon mehr als genug, auch mit Scholastika Besenreiser, die an ihrer langjährigen Ehe kein gutes Haar ließ: Mein Mann isch glücklich. Ich bin verheiratet.“ Und wenn er dann die Diagnose „Wanderhoden“ bekomme, oh Gott, da muss die gute Scholastika ja aufpassen, wohin sie tritt! Die Gute, der nur noch der Schnellkochtopf hinterherpfeift. Das Alter eben. Und die ihrem Gatten heimlich Globuli verabreichte, die dann so gut wirkten, dass er vom Stammtisch zu den Strickfrauen wechselte.

Wasser in den Beinen, wenn man seit Jahren nur Schorle und Schnaps trinkt? Geht gar nicht. Aber eine Verwandlung alter Damen im Wartezimmer in echte Festivalsauen mit Luftgitarre, das geht schon.

Aperol auf Rezept? Lachmuskelkater war garantiert im Ku(h)rhaus. Wie man ihn kuriert, das muss nun jede selber herausfinden. Möglicherweise mit Aperol?