Die Dauchinger Teufel haben ihre Fasnet abgestaubt, um sie zum neuen Leben erwachen zu lassen. Eine proppenvolle Festhalle war Zeuge von dieser traditionsreichen Zeremonie.
Bei der Zeremonie trugen die Sargträger den Teufel aus seiner unfreiwilligen Ruhestätte, dem Sarg, zunächst durch die Festhalle zur Bühne.
Als dann der Teufel vom Staub befreit und zum neuen Leben erweckt wurde, erklärte Zunftmeister Philipp Förg unter den Klängen des Narrenmarschs, gespielt von Musikern aus Dauchingen und Weilersbach, die Dauchinger Fasnet 2026 für eröffnet.
Beim offiziellen Abstauben bei den Teufeln ist es ein guter Brauch, neue aktive Mitglieder in die Zunft aufzunehmen. Sie wurden einzeln von den Sargträgern durch die Festhalle auf die Bühne geleitet.
Seit dem Babyalter ein Narr
Schon im Babyalter hat Hannes Bertsche mit den Dauchinger Teufeln Bekanntschaft gemacht, sind doch seine Eltern wie auch sein Bruder waschechte Teufel – und dies schon seit Jahrzehnten. Auch Celine Kilimann kommt aus den eigenen Reihen, sie ist war über zehn Jahre im Kinderhäs aktiv, wie auch Patrik Jeronutti, er kommt durch seine Familie zu den Dauchinger Teufeln.
Ebenso hat Caroline Schneider ihre Wurzeln in Dauchingen, sie kommt aus dem Ostalbkreis und ist schon lange Fan der Dauchinger Fasnet.
Hendrik Seligers kleine Tochter sah die Teufel im Kindergarten, und gleich war für sie klar, sie will auch mal ein Teufel werden. Und so überredete sie ihren Papa, dass er aktiver Teufel werden soll.
Bevor die neuen aktiven Teufel Fuchsschwanz, Teufels-Trank und Schemme von Obfrau Nathalie Bertsche ausgehändigt bekamen, mussten sie ihren närrischen Eid ablegen. So gelobten die neuen aktiven Hästräger unter anderem, stets ihr Häs in Ehren zu halten, sich würdevoll zu verhalten und die Zunft bei allen Aktivitäten zu unterstützen. Das Struhlen gehört ebenso zu den Plichten eines aktiven Teufels, dies durften die neue Aktiven gleich in der Festhalle ausprobieren. Viel zu tun hatte bei der Fasnet-Eröffnung auch das Küchen- und Thekenpersonal. Von den leckeren Speisen wie etwa der Teufelssuppe machten viele Besucher Gebrauch und ließen sich danach auch noch die Kuchen schmecken.