Vier Umzüge rollten und paradierten durch ihre Ortsteile. Einen erwischte der Regen. Trotzdem war’s lustig.
In Gauselfingen, Ringingen, Salmendingen und Melchingen fanden am Rosenmontag Umzüge statt. Den Vogel abgeschossen hat wohl Salmendingen mit sechs Wagen, Fahrzeugen und ähnlich vielen Gruppen. Auftrieb gegeben haben dürfte der dortigen Ortsfasnet der Umstand, dass in diesem Jahr wegen Umbau keine Festhalle zur Verfügung steht. Also konnte kein Sonntags-Maskenball stattfinden – also verlegte man die volle närrische Kraft auf die Straße.
Nicht minder schön in Melchingen, wo ebenfalls traditionell Wagen mitfahren. Die Bewohner des Stadtteils wird man in künftigen Sommern kaum mehr am Ballermann antreffen, sie haben den Mallorca-Strand an die Lauchert verlegt. „Mir brauchet koin Fliager, koi Meer und koin Sand – mir machet Malle hier im Klein-Berliner-Schwobaland.“
In Gauselfingen lautete das Motto: „Die schönsten Figuren aus Film und Fernsehen sollen an der Schnägäg-Fasnet auf die Straße gehen.“ Sieben Gruppen folgten dem Ruf, unter anderem der Narrenverein selbst, der die Minions verkörperte. Oder die Aktivistinnen „Hühners“, die als Grease-Pettycoat-Girls“ erschienen.
In Ringingen ist Disney das Motto
In Ringingen lautete das Motto: Disney. Dort erschien etwa der Geist aus der Lampe. Doch auch flotte Flitzer fuhren über die Dorfstraße, natürlich begleitet von weiteren Gruppen und Musikgetön. Die Ringinger allerdings waren einen Tick zu spät gestartet. Der Umzug bekam den vollen Regen ab. Schön war’s trotzdem. Alle Umzüge endeten in einem gemeinsamen Fest – das man wiederum in Salmendingen mangels Halle dort in verschiedenen Räumen, etwa im Rathaus feierte.