Menschliche Intelligenz, Deutsch-Rap, Rock und Kammerchor-Musik sorgen beim Bürgerball in Boll für zahlreiche Lachtränen. Auch „Goaßel-Seilspringen“ ist angesagt.
Spektakuläre Showtänze, originelle Auftritte, Dorfklatsch und ein neues Musik-Duo sorgten für beste Fasnetsstimmung beim Bürgerball, den die Narrenzunft mit dem Einmarsch der Garden und Elferräte eröffnete.
Nachwuchsgarde und Zunftgarde riefen mit ausgefeilten Gardemärschen große Begeisterung hervor und gaben die Bühne frei für den Brauchtumstanz der Narren. Ihrer Anzahl entsprechend präsentierten „Die glorreichen 7!“ zu moderner Musik ihren sportlichen Uhutanz, dem der Brezelsegen im Saal und der Rössle-Auftritt auf der Bühne folgten.
Es bleibt kein Auge trocken
Zwischen „Top und Flop“ schwankte der Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Beim Publikum fiel der Versuch, die Moderatoren Janine Trick und Nico Trick durch eine KI-Stimme zu ersetzen, eindeutig durch.
Als aber der Elferrat den Boller Narrenmarsch durch die KI jagte, mit menschlicher Intelligenz, viel Witz und Kostümen paarte und in diversen Musikstilen live auf der Bühne präsentierte, blieb kein Auge trocken. Vom Paartanz über Deutsch-Rap und Rock bis zum Kammerchor mit Zunftpräsident Veit Heumann als Dirigent und Solosänger war alles dabei.
Wichtige Wein-Wanderung
Zurecht „unfassbar stolz“ ist die Zunft auf ihre Tanzgruppen, die allesamt die Bühnenbretter erbeben ließen. Die „Arabischen Nächte“ der Nachwuchsgarde, das südamerikanische Feuer der Zunftgarde und der „Männertanz Boll“ mit seiner „Top Gun“-Nummer rissen die heimischen Zuschauer zu wahren Begeisterungsstürmen und Zugaberufen hin. „Wer solche Männer hat, braucht keinen Tom Cruise mehr“, hieß es. Auch die Tänzerinnen und alle Trainerinnen wurden für ihre großartigen Choreografien mit Lob überschüttet.
Zuvor plauderten „Mina und Berta“ dank ihrer Informanten bei einer Wein-Wanderung zahlreiche Missgeschicke aus, gaben den Betroffenen Tipps und Präsente mit und luden mit dem „Gute Laune“-Hit zum Mitsingen ein. „Manne und Danne“ überzeugten bei ihrer Premiere in Boll mit Tanz- und Stimmungsmusik.
Das „Goaßel-Seilspringen“
Die Elferfrauen setzten mit Sangeskünsten das von den Zunftfarben inspirierte Ballmotto „Blau-weiße Nacht“ als gewitzte Schlümpfe samt Flötenschlumpf, Papa Schlumpf, Schlumpfinchen und Schlumpfjäger Gargamel um.
Die Rössle-Gruppe wählte „per Zufallsgenerator“ je fünf Männer und Frauen aus und testete mit Quizfragen und „Goaßel-Seilspringen“ deren Fasnetskompetenzen.
„Hobby Horsing“ und „Dschingis Khan“
Der „Reschd vom Feschd“ feierte ein gelungenes Bühnen-Comeback. Über etliche lustige Fehlversuche gelang es den Zauberinnen, mit dem richtigen Zauberspruch dem müden Uhu wieder zur gewohnten Frische zu verhelfen.
Als tanzfreudige Mongolen wuchs die „Lachsröllchengruppe“ mit goldenen Riesenhäuptern über sich hinaus und riss das Publikum zu „Kalinka“ und „Dschingis Khan“ mit der Trendsportart „Hobby Horsing“ mit.