Bei der Saalfastnacht der Blumberger Narrengesellschaft jagte ein Höhepunkt den nächsten. Im dreistündigen Programm tauchten alle Facetten fastnächtlicher Fantasie auf.
Das Publikum bei der Saalfasnet der Narrengesellschaft Blumberg feierte kräftig mit, und nicht nur das Finale mit den einmaligen Burgpfeifern wurde mit stehenden Ovationen belohnt.
Schon nach der frechen Begrüßung des Vorstandsquartetts und dem Einmarsch aller Aktiven sprang der Funke über. Sitzungspräsident Torsten Mittelstädt und sein Vize Daniel Band trugen mit humorvollen Wortspielen zu einem unvergessenen Abend bei.
Traditionell eroberten zum Auftakt die Minifunken die Bühne. Dass der Narrenrat nicht nur auf dem Bock, sondern auch auf der Bühne für besondere Momente sorgen kann, wurde von dem stummen Schauspiel der drei Protagonisten Markus Conrad, Daniel Band und Patrick Koch in elementarer Mimik eindrucksvoll unterstrichen.
Drei Funkenmariechen
Anschließend verzauberten die beiden noch sehr jungen Funkenmariechen Emma Bouillon und Johanna Hauger die Bühne. Dass dieser Nachwuchs noch zu mehr berufen ist, wurde mit einem Feuerwerk tänzerischer und akrobatischer Begabung eindrucksvoll unterstrichen. Ihre Bewegungskunst würde auch in den rheinischen Hochburgen des Karnevals für Furore sorgen. Dass schon im besten Alter von 30 Jahren einiges schwerfällt, wurde vom Allrounder der Narrengesellschaft, Tim Lengsfeld, in der Bütt unterstrichen. Der mehr als unsportliche Bäckergeselle und neues Führungsmitglied der Narrengesellschaft war wie immer eine Wucht.
In der Folge verwandelten die Tanzgirls-Top-Ten mit viel Eleganz und jugendlicher Ausstrahlung die Bretter der Welt zu einem Paradies tänzerischer Kunst. Mit viel Eleganz und immer einem Lächeln im Gesicht erntete ihr Auftritt viel Beifall. Von fast schwarzem Humor war das Gastspiel der Blumberger Hofnarren geprägt.
Schlagfertige Einlagen
Schlagfertige Einlagen und hintergründige Weisheiten garantierten einige Lachsalven. Als „Miss Piggy“ noch als lebendiges Schwein aus den Schlachtabfällen der Metzgerei Zier das Geschehen eroberte, war das Durcheinander perfekt. Die auftrittserfahrenen Akteure der Hofnarren gaben wieder einmal alles und überzeugten mit theatralem Talent.
Nach der Pause ging es Schlag auf Schlag weiter. Was die Funkengarde auf das Podium zauberte, war erste Sahne. In der Bütt bewies Narrenrat Patrick Koch, dass seine letztjährige Premiere keine Eintagsfliege war. Als Wanderer rund um den Buchberg war sein Dialog auf Bürgermeister Markus Keller und die Fraktionsvorsitzenden von glanzvollen Wortspielen unterstrichen. Ein tolles Gastspiel, das auf die kommenden Jahre hoffen lässt.
Im Anschluss ließ es das Tanzensemble Charlys Engel so richtig knallen. Bei ihrer perfekten Choreografie blieb den Zuschauern buchstäblich der Atem stehen. Bei dieser Einlage mit Street-Dance-Charakter stimmte einfach alles, den Powergirls des TSC Blumberg wurde mit einem wahren Begeisterungssturm gedankt.
Wahre Abgründe
Zum Finale der Kulttruppe der Burgpfeifer taten sich zum Endspurt mit den Erlebnissen um die Klatschmohnwiese wahre Abgründe auf. Was die verschworene Truppe von Macher Markus Fischer auf der Bühne zelebrierte, ist nicht zu toppen.
Die hohe Kunst des schwarzen Humors gepaart mit sängerischem Talent garantiert eine Bühnenshow gehobener Schauspielkunst.
Von Chef Markus Fischer als Ameisenkönig bis zu Wolfgang Zimmermann als Schmetterlings-Flittchen setzten die acht Akteure wieder einmal Maßstäbe. Nach vier Zugaben gaben sie auch zum Schluss mit dem Klassiker „An Fastnacht da sind wir in Blumberg“ den krönenden Ton an.