Es war mächtig was los in Bitz, als die Fels Deifl gestern zu ihrem Jubiläumsumzug luden. Die Gastgeber führten den Umzug an und bauten die erste Pyramide des Nachmittags. Foto: Weiger-Schick

Den runden Bitzer Narrengeburtstag hat gestern der Jubiläumsumzug mit rund 3500 Hästrägern gekrönt: Die Fels Deifl haben es zu ihrem 20. Geburtstag richtig krachen lassen.

Los ging der Narrengeburtstag, zu dem viele Partygäste kamen, mit viel Getöse am Freitagabend. Bereits zum Auftakt, dem Nachtumzug durch den Ort, waren 1800 Narren auf die Hochalb gereist.

 

Knapp 60 Zünfte, Gruppen, Narrenvereine und Kapellen machten ihre Aufwartung – ganz schön was los.

Keine Frage, dass die Fels Deifl und die Deifls Weiber unter ihren Larven übers ganze Gesicht strahlten. Die Hästräger kamen nicht nur aus der Region – beispielsweise die Binsenhexen Balingen oder die Albstädter Schwarzhexen –, sondern auch aus der benachbarten Schweiz. Die „Gränz pfluderi waggis“ und die „Bürgli Tüüfel Bänggä“ feierten dementsprechend ausgelassen mit.

Narrenbaum gestellt

Schlag auf Schlag ging es am Samstag weiter. Die Zunft setzte ihren Narrenbaum. Damit hat auch in Bitz die Fasnet begonnen. Längst sind die Fels Deifl in der Gemeinde angekommen, längst sind sie mit ihren närrischen Umtrieben aus dem Veranstaltungskalender nicht mehr wegzudenken. Darauf ist die 20-jährige Zunft stolz. „Viele hätten uns damals kein halbes Jahr gegeben“, schmunzelte Narrenchef Kevin Oswald, „und jetzt feiern wir das 20. Jubiläum. Das ist schlicht und einfach grandios.“ Er dankte seinem Vorstand für den Zusammenhalt bei der Vorbereitung des Narrentreffens: „Wir sind ein gutes Team.“

„Hautnah“ sorgt für Stimmung

Abends sorgte die bekannte Band „Hautnah“ mit vielen Songklassikern und alten Hits für ordentlich Stimmung. Einzig der abendliche Wintereinbruch machte der ausgelassenen Narrenschar etwas zu schaffen.

Sonntagsprogramm startet mit der Messe

Das Sonntagsprogramm startete früh – und zwar mit der Messe. Nach dem Zunftmeisterempfang machten sich die Hästrager zeitnah auf zur Aufstellung. Viele Besucher säumten die Straßen, es schien, als sei der ganze Ort auf den Beinen. 85 Zünfte, Kapellen, Narrenvereinigungen, Gruppen und Guggamusiken zogen danach durch die Bitzer Straßen und Gassen.

Es war ein farbenfrohes Bild, das sich den vielen Zuschauern am Straßenrand bot. Diese freuten sich über die obligatorischen Bonbons und einen heißen Punsch, denn es war auf der Hochalb ordentlich frisch. Und was wäre die Fasnet ohne einen kleinen Snack? Auch hierfür war bestens gesorgt.

3500 Narren in Bitz

Die knapp 3500 Narren hatten ihren Spaß, die neugierigen Zaungäste am Straßenrand nicht minder. Die Ebinger Schlossberghexen waren mit ihren Turmnarren aus der direkten Nachbarschaft angereist, die Spältles-Gucker aus Hörschwag ebenfalls. Dazu kamen viele Zünfte aus den Nachbarlandkreisen wie die Vogtei Kolbingen oder der Narrenverein Trossingen. Dazu kamen viele Kleidlesträger aus allen Teilen Baden-Württembergs – ja, sogar aus der Schweiz. Nach dem Umzug wurde im Ort weitergefeiert.