Bei dem dreistündigen Non-Stop-Programm kann es bei der Starzacher Seniorenfasnet im Bierlinger Bürgerhaus niemandem langweilig geworden sein. Das diesjährige Motto hieß: „Das Wandern ist des Müllers Lust“.
Die Fasnet für Senioren aus der Gesamtgemeinde hatte die katholische Kirchengemeinde Starzach organisiert. In Vertretung des verhinderten Pfarrers Franz-Xaver Weber moderierte Schwester Jelena die sehr gut besuchte Veranstaltung.
Die Fasnetsveranstaltung startete gleich mit Schwung zum Lied „Mein Vater war ein Wandersmann“, gespielt vom Duo „Sepp und Verena“. Das Pastoral- und Seniorenteam der Kirchengemeinde zog gut gelaunt ein. Aber wer glaubte, dass die Teilnehmer als Wanderer gekommen waren, sah sich getäuscht. Nein, sie machten sich zum Pilgern auf dem Jakobsweg in Spanien auf. Doch warum soweit gehen, fragten sie sich. In Bierlingen gibt es den schönen Kreuzweg, in Felldorf am Straßenrand die Lourdes-Kapelle, in Wachendorf die Waldkapelle, und auf Schloss Weitenburg kann man einkehren. Den Text auf die Melodie „Das Wandern ist des Müllers Lust“ hat Elisabeth Speiser geschrieben.
Ein Sketch zur Begrüßung
Mit einem Sketch begrüßten Pfarrer Boniface, Klara Baur, Schwester Jelena und Gebhard Breil die dem Motto gemäß kostümierten Besucher. Da wartete auch schon der Kindergarten Bierlingen auf seinen Auftritt. Die Mädchen und Jungen zeigten einen Regenbogentanz und schwenkten bunte Tücher, während das Publikum zur Melodie klatschte. Die Grundschüler hatten einen Regentanz einstudiert und hüpften danach zum Fliegerlied auf der Bühne. Die Minis der Narrenzunft Bierlingen begeisterten mit einem Showtanz. Alle erhielten viel Beifall für ihre Auftritte.
Gebhard Breil verlas einen Aufsatz zum Thema Mensch und erklärte damit auf humorvolle Art, was diesen ausmacht und von wem er abstammt. Über ihre anstrengende Arbeit plauderten beim Kaffeetrinken mit Schuss eine Pfarrköchin und eine Waschfrau (Alexandra Ellsäßer und Sabine Vater).
Vier Wachendorfer Frauen (Monika Hertkorn, Marlene Seifer, Hildegard Probst und Waltraud Schüle) pilgerten ebenfalls. Auf ihrer Wallfahrt hatten sie aber ein ganz besonderes Anliegen. Sie beteten zum Heiligen „Vergiss-uns-nicht“, dass er ihnen einen Mann suche. Ob Buckel oder roter Zinken – „mir nehmed alles in der Not“. Der Heilige erhörte ihr Flehen, doch bei näherer Betrachtung ist ein Ehemann, der statt Romantik bei der Sportschau einschläft, doch nicht das Wahre, sangen die Wallfahrerinnen auf die Rittersleut-Melodie. Hinterher wurde noch eine Zugabe verlangt.
„Vatertagskumpel“ singen
Die „Vatertagskumpel“ zogen singend auf die Bühne. „Wie schön, dass wir beisammen sind“, freuten sie sich. Seniorenfasnet sei ja auch nur einmal im Jahr. Pfarrer Boniface nahmen sie als neues Mitglied in ihre Mitte auf.
Zwischendurch gab es Schunkelrunden und eine Polonaise. Schwester Jelena bedankte sich bei allen Akteuren für ihre Beiträge. Roswitha Merz vom Seniorenteam verabschiedete Nelli Oswald und Anita Hertkorn, die jahrelang in der Seniorenarbeit tätig waren, in den „Ruhestand“. Am Schluss trat die Tanzgruppe der Narrenzunft Bierlingen, geleitet von Sina Engstler und Laura Kienzle, auf. Die Showtanzmädchen entführten das Publikum in den zauberhaften Orient.