Timo Harpain wurde gar unerwartet von der abendlichen Schreibtischarbeit gestört. Doch er hatte gleich gute Ideen, was man gegen den Personalmangel in der Kita machen müsste.
Am Schmotzigen abends im Rathaus noch zu arbeiten, hat so seine Tücken. Das bekam jetzt auch der stellvertretende Ortsvorsteher Timo Harpain zu spüren.
Nicht nur, dass er vom Narrenmarsch vor dem Rathaus in seinem Tun schon gestört wurde, er wurde auch noch Opfer eines Überfalls. Aufgeschreckt vom Getöse und den hereinstürmenden Jäkle presste er jedoch geistesgegenwärtig den Rathausschlüssel, das sichtbare Zeichen der Ortsgewalt, an sich.
Narrenschar und Jäkle warten
Gegen die Übermacht der rauhen Gesellen hatte er allerdings keine Chance. Die fackelten auch nicht lange. Schreie hallten durch das Rathaus. Kurzerhand wurde er samt seines wertvollen Schlüssels aus dem Rathaus getragen und in die Nacht hinaus gezerrt.
Unten erwartete ihn dann Zuschauer und auch die bunte Narrenschar, die zuvor nochmals aufmarschiert war und sogar noch den Jäkle aus seinem Sarg befreit hatte.
Unerwartete Helfer in der Kita
Da Harpain drei Wochen den Ortsvorsteher Herbert Kehl vertreten hatte, waren noch nicht alle aufgetragenen Arbeiten abgearbeitet. Und so übertrug er den Narren einen Platz für die Molke zu finden, die Baugrube auszustecken und mit einem roten Punkt zu versehen.
Zudem sollten sie im Kindergarten aushelfen, der wegen Krankheit des Personals eingeschränkt ist. Denn sie hatten jetzt die Schlüsselgewalt bis Dienstag.
Alle Aufträge wurden mit dem Narrenruf und Geschell bekräftigt. Ja und dann ging es zur Narrenparty in die Dickeberghalle.