Die einzig wahre Geschichte von Rotkäppchen und dem Wolf präsentieren Aktive örtlicher Vereine. Foto: Rainer Bombardi

Die Wetti-Zunft begeistert das Publikum mit programmatischer Vielfalt und Showeinlagen, die Rotkäppchen neu interpretieren.

Die Wetti-Zunft hatte in ihren Zunftball berauschende Momente und ein begeisterndes Programm gepackt.

 

Dieses war bestens dazu geeignet „die dunkle Seite der Baar“, so lautete das Motto der fünften Jahreszeit, in den Hintergrund zu drängen. Von Beginn an zeigte sich, dass sich die Zunft um ihren Nachwuchs nicht zu sorgen braucht.

Die im Vorfeld wochenlang diskutierte Rolle der Moderation hatte kurz entschlossen Edi Walter übernommen, seines Zeichens Kellner im Landgasthaus Kranz. Nie war er um einen Witz verlegen und machte seinen Job so routiniert, die ihn auch im kommenden Jahr in die Favoritenrolle für die Moderation des Zunftballs bringt.

Talentfrei und Taktlos

Im ersten Teil begeisterten die jungen Männer von Talentfrei und Taktlos mit ihrem viel umjubelten Premierentanz. Bereits zum Auftakt heizten die in einer Tanzkooperation von Riedböhringer und Behlaer Damen von „No Limit“ dem Publikum mächtig ein. Abwechslung war garantiert, als der Elferrat zum aktuellen Fasnetsong „Möbelstück“ ihren Gedanken freien Lauf ließen. Die Ladykracher Elke Baier, Bianca Baier und Julia Danacher brachten die Stimmung zum Kochen. In der Pause war das Publikum voll des Lobes über das Programm.

Die Tanzgruppe der 1920er-Jahre begeistert das närrische Publikum. Foto: Rainer Bombardi

Doch es sollte noch besser kommen: Das Publikum bekam die einmalige Gelegenheit, im Wolfsbühl die einzig wahre Geschichte über Rotkäppchen und den bösen Wolf zu erleben. Zu verdanken hatten die Gäste dieses Erlebnis jungen Einsatzkräften der Feuerwehr und den Aktiven der örtlichen Vereine.

Der Kölsche Jung Markus Vetter schwärmt von alten Zeiten. Foto: Rainer Bombardi

Bevor die „Ghostbusters“ in der Halle das Kommando übernahmen, hatten die Tanzgirls die 1920er-Jahre mit einem Tanz aus dem Musical „Moulin Rouge“ für Furore gesorgt. In nichts standen sie ihren Vorbildern der „Galinas Locas“ nach, die wenig später tänzerisch erneut den Stimmungspegel hoben. Direkt vom Zunftball in der Reeti waren Inge und Borg alias Frank Meckes und Tobias Hauschel gekommen. Außerplanmäßig war aus der Domstadt ein „Kölsche Jung“ namens Markus Vetter eingetroffen, der mit einer Solonummer begeisterte.