Die Gruppe „Staub trocken“ (von links): Günter Glöde, Ralf Schmieder, Uwe Weis und Jens-Mathias Bächle an der Gitarre. Foto: Wilfried Weis

Vier Schnurrgruppen waren am Wochenende in drei Lokalen in Schapbach unterwegs. Die Hamperle-Harmonie sorgte für Stimmung.

Überall volle Lokale, ausgelassene Stimmung und Schnurranten in Bestform: Der Schnurrabend des Hamperlevereins Schapbach am Samstag ließ keine Wünsche offen. Nahezu vier Stunden lang nahmen die Schnurranten geistreich und spöttisch Land und Leute ins Visier. Vier Schnurrgruppen zogen durch die voll besetzten Lokale vom Pfarrheim, in „Albans Sonne“ und in den Kuhstall des Alisehofs.

 

Die Hamperle-Harmonie sorgte für Stimmung. Mit alten und neuen Schlagern unterhielt sie das Publikum.

Elferrat Edgar Lauble stellte die Schnurrgruppen vor. Die erste Gruppe, bestehend aus Manuel Jehle, Marvin Herrmann und Simon Hoferer, kam von „Berg und Tal“. Sie hatten sich die Reise der Fußballer nach Malle notiert, wo allerhand Missgeschicke passierten. Beim Buchungsdatum gab es einen Zahlendreher. Ein Fußballer schlief nie in seinem eigenen Bett und die frisch gestochene Tätowierung war falsch geschrieben. Beim Rückflug wurde ein Fußballer vergessen, da er verschlafen hatte.

Auf Hähnchen- und Haxenfahrt im Kinzigtal

Die Gruppe „Staub trocken“ mit Günter Glöde, Ralf Schmieder, Uwe Weis und Jens-Mathias Bächle an der Gitarre schnurrte die fehlende Jasmin Kern, die Nachwuchs bekam und deshalb nicht dabei war.

Köstlich war die Schnurre von eben dieser Familie, die im halben Kinzigtal auf Hähnchen- und Haxenfahrt war, aber am Ende erfolglos blieb. Am Schluss gab es gekaufte Hähnchenschenkel aus dem Supermarkt.

Auch hatten sie sich um das Stuhlproblem im Kurhaus gekümmert. „Sie sind nicht grau, sie sind nicht blau, das sind die Stühle für Rippoldsau“, so der Refrain und die Meinung von Bürgermeister Bernhard Waidele. Weitere Themen waren die mangelhafte Schneeräumung im Tal sowie die Gemeinderatssitzungen, für die die Räte die Tagesordnungen viel zu kurzfristig erhalten.

„See-Nixen“ thematisieren Bärin Luna

Die dritte Gruppe, die „See-Nixen“ vom Glaswald, bestand aus Martin, Rita und Georg Hoferer sowie Lioba Kerber an der Gitarre.

„Kaum isch s’Gripple weg, isch schu d’fasnet do“, wussten sie zur Eröffnung. Auch hatten sie sich das 66-jährige Bestehen der Hamperle notiert, wobei auch die Schnurranten so alt seien und eigentlich in Rente gehen könnten. Junge Schnurranten werden dringend gesucht.

Interessant war auch der Vortrag vom Jahresgeschehen mit den monatlichen Höhepunkten. Gestreift wurde der Aufstieg der Fußballer in die Landesliga, die Hochzeit von Pastoralreferentin Lioba Kerber, der 70. Geburtstag von Bürgermeister Bernhard Waidele, die Bürgermeisterwahl in Oberwolfach und die neue Bärin Luna vom Wolf- und Bärenpark.

Die „Drei vom Berg und Tal“ (von links): Marvin Herrmann, Simon Hoferer und Manuel Jehle Foto: Wilfried Weis

Zum Abschluss erklang das Lied „66 Jahre Hamperleverein Schapbach“ nach der Melodie des „Badnerlieds“.

Denkmalgeschützte Ruine – das Kaufhaus Valeri

Der „schnurrende Barde“, alias Georg Lehmann, kam zusammen mit der „Hamperle-Harmonie“. Er kam als Reiseführer und schilderte die Tour durch das Dorf. Dabei begann er mit der Kirchuhr in Schapbach, die entweder steht oder zu spät geht, der denkmalgeschützten Ruine im Dorf, sprich dem Kaufhaus Valeri, und der Attraktion „Klösterle-Schleife“. Sehr stark widmete sich der Schnurrant der Kurklinik-Ruine, für die sich inzwischen auch Einheimische interessieren, darin stöbern und dabei allerhand Abenteuer erlebten. Zu seinen Schnurrvorträgen spielte die Hamperle-Harmonie die passende Musik.

Am Ende des Schnurrabends wurde der 43. Hamperlebrägel angeboten. In dem Schapbacher Narrenblättle finden sich viele Opfer wieder.