Beim Fasnetball des MV Aufen: Die mittelalterliche Rockband Hupraum macht Stimmung am Hofe des Königs. Foto: Rainer Bombardi

Der Musikverein Aufen bringt bei seinem närrischen Ball im Kurhaus Uffheim die Stimmung mit Wortwitz und Gesang zum Kochen.

Einmal mehr war der närrische Ball des Musikvereins Aufen (MVA) ein Geheimtipp, der sein Publikum auf eine kleine, aber feine Zeitreise ins Mittelalter nach Bad Pfutt mitnahm. Im Kurhaus Uffheim trafen die Gäste auf eine illustre Schar an Adligen, Bauersleuten, Knechten, Mägden und anderem Bürgertum.

 

Alle, welche die Reise angetreten hatten, erwartete eine bewegende Zeit. Sie war gefüllt mit Musik, Spaß, Wortwitz und Parodie. Ein auffallend in Rot gekleideter Bürger namens Georg Langenbacher erwies sich als profunder Kenner und Conférencier der Attraktionen entlang der Reisestrecke. Die Gäste erhielten einen Einblick in das einstige Verständnis von Teufeln und Engeln. Diesen war die Gesangsgruppe der Triolen unter der Leitung von Sabine Martin dicht auf den Fersen.

Thorsten Schäfer zeigt sich zufrieden

Die Begeisterung des Publikums schien das beschauliche Bad ein erstes Mal aus seinen Verankerungen zu heben. Im darauffolgenden Zwiegespräch zwischen einer Beamtin namens Bianca Binder und der Magd Patricia Leute prallten zum großen Vergnügen der Reiseschar das Mittelalter und die Neuzeit mit all ihren Unterschieden und Gemeinsamkeiten aufeinander. Im Stile geistreicher Poeten, großer Denker und pointierter Redner verpackte Thomas Binder seine Gesellschaftskritik in eine Solonummer, mit der er die Stimmung in der Badestätte Pfutt zum Kochen brachte. Beherzt war die Jugend zugange, die als mittelalterliche Rockband Hupraum Ausschnitte aus dem Alltag am Hofe eines Königs präsentierte.

Ein Ausritt mit Rittersleuten beendete die Aufener Zeitreise. Zufrieden mit der Resonanz auf das Geschehen war neben den Gästen ebenso MVA-Oberritter Thorsten Schäfer, der in der kommenden Woche mit seinem Gesinde auch den Zunftball der städtischen Narrenzunft beehren wird.