Mit einem zweitägigen Narrenfest hat die Narrenzunft „Harzklumpen“ Heiligenzimmern am Wochenende ihren Eintritt ins Schwabenalter ausgelassen gefeiert.
Der Startschuss für das Jubiläum fiel mit einem ohrenbetäubenden Knall und einem Mini-Feuerwerk am Freitagabend als Auftakt für den schaurig-schönen Nachtumzug. Zahlreiche Zuschauer säumten die Hauptstraße, durch die sich der närrische Lindwurm zog. Allen voran marschierte die einheimische Zunft mit ihren Vorsitzenden Achim Stehle und Jan Kotz. Die Tanzgarde in ihren lila Kostümen, die wilden Harzklumpen, die farbenfrohen Fenässle sowie die ungestümen Horgahexa zeigten das breite Spektrum der Narrenzunft und heizten mit Begleitung des Musikvereins Heiligenzimmern die Stimmung gleich richtig an.
Stimmung zum Kochen gebracht
29 Gastzünfte folgten und sorgten mit farbenfrohen Häsern, juchzenden Hexen, schrägem Nachtgesindel und närrischer Musik für ein vergnügliches Spektakel. Aus fast allen benachbarten Gemeinden waren die Narren angereist wie zum Beispiel die Narrenzünfte aus Rosenfeld, Täbingen, Dautmergen, Erlaheim, Vöhringen und Binsdorf. Aus dem Haigerlocher Raum sorgten die Gruolemer, Trillfinger, Harter und Stettener Narren für Furore. Wüste Hexen mit glühenden Kunstaugen wälzten sich auf der Straße oder finstere Kreaturen wie Teufel und Waldschrate juckten plötzlich in die Zuschauerreihen und versprühten schaurig-lustige Stimmung.
Spektakuläre Pyramiden zeigten mehrere Zünfte vor dem Prominentenwagen, von wo aus Moderator „Hatsch“ alias Hartwig Eberhard mit seinen flotten Sprüchen bestens unterhielt. Auch Bürgermeister Thomas Miller und Ortsvorsteher Klaus May hatten ihre Freude an den gruseligen Kreaturen, die ihr närrisches Unwesen trieben. Nach dem Nachtumzug war noch lange nicht Schluss. Die Narren feierten im Narrendorf auf dem Dorfplatz in verschiedenen Barzelten und in der Festhalle bis tief in die Nacht weiter.
Mitreißende Show
Der Samstagnachmittag gehörte dem Narrensamen. In der voll besetzten Festhalle verwandelten die Mini-Tanzgarden und Juniorinnen-Balletts die Bühne in ein mitreißendes Showerlebnis. Akrobatische Einlagen, synchrone Formationen und viel Kreativität begeisterten die Zuschauenden. Am Ende bekamen alle einen Preis. Bei den Minigarden heimste die Tanzgarde Trillfingen den Gesamtpreis ein. Das Spandalenbalett aus Geislingen hatte bei den Juniorinnen die Nase vorn.
Der Jubiläumsball am Samstagabend hielt, was er versprach: Die Stimmung in der Halle kochte und verband alte Fanets-Tradition mit angesagten Showeinlagen. Nach über 30 Jahren steppte die erste Tanzgarde der Zunft nochmals über die Bühne und erhielt tosenden Applaus. Auch die Showtänze benachbarter Zünfte und deren Guggamusik brachten die Halle zum Beben und die Narren auf die Bänke.
Das Amazonas Duo tat ein übriges und lockte das närrische Volk zum Tanzen und zur Polonaise auf die Bühne. In den Barzelten herrschte ausgelassene Stimmung, so dass die Jubiläumsfeier fulminant zu Ende ging.