Narrenmeister Daniel Rühle (rechts) und Zunftschreiber Christoph Leichtle (links) werden für zwei weitere Jahre bestätigt. Moritz Krause ist neu in den Ausschuss gewählt. Foto: Siegmeier

Die Kostenschätzung für die Renovierung treibt der Zunft und dem Gemeinderat die Schweißperlen auf die Stirn. Jetzt werden neue Möglichkeiten gesucht.

Zur Hauptversammlung hatte die Narrenzunft Zimmern ins Gasthaus Sonne eingeladen. Bei den Wahlen wurden Narrenmeister Daniel Rühle und Zunftschreiber Christoph Leichtle für zwei Jahre in ihren Ämtern bestätigt. Als neues Ausschussmitglied wurde Moritz Krause gewählt.

 

In seinem Bericht ließ Narrenchef Rühle das vergangene Jahr Revue passieren und gab Einblicke in die aktuelle Saison. Den Narren steht „eine äußerst kurze und intensive Fastnachtszeit bevor“.

Neue Optionen?

Mit der Fastnacht im vergangenen Jahr zeigte er sich zufrieden. Wichtig sei es in der abgelaufenen Saison auch wieder gewesen, so vielen Kindern wie möglich, das Fasnetsbrauchtum näher zu bringen.

Schwierigkeiten und Kopfzerbrechen bereite der Zunft allerdings das Narrenstüble, das sich offenbar nicht so leicht realisieren lasse wie erhofft, bedauerte Rühle. Die ersten Kostenschätzungen für eine Renovierung in der Kirchstraße hätten nicht nur dem Gemeinderat die Schweißperlen auf die Stirn getrieben, sondern auch der Narrenzunft. „Dies hat uns in Abstimmung mit der Gemeindeverwaltung dazu veranlasst, die Planungen in der Kirchstraße nicht weiter voranzutreiben, sondern neue Optionen auszuloten. Wir bleiben an dem Thema auf jeden Fall dran“, so Rühle.

Mit der Geschäftsführung des aktuellen Leader-Förderprogramms der Region Mittlerer Schwarzwald habe die Zunft gute Gespräche geführt, „und ich gebe die Hoffnung nicht auf, mit einem sauberen Konzept einen ordentlichen Zuschuss abzugreifen und somit unserem Traum ein Stück näher zu kommen sowie gleichzeitig die Zimmerner Vereinsinfrastruktur aufzubessern“, so Rühle hoffnungsvoll.

Aber nicht nur das Narrenstüble habe Sorgen bereitet, sondern auch die Gemeindeverwaltung, die mit den Hallenabrechnungen der Bürgerbälle der vergangenen drei Jahre samt Jubiläumsabend ums Eck gekommen sei. Mit 2500 Euro schlugen diese zu Buche. Die Summe habe das Zunftkässle dann doch sehr ins Minus gedrückt, da man im vergangenen Geschäftsjahr rund 4500 Euro in den Zunftfundus gesteckt habe.

Unter anderem wurde in die Musikeruniformen investiert und den Kinderschantle habe man komplett neu nähen lassen, da das bisherige Kleidle nach all den Jahren Narretei seinen Kleidlezenit überschritten hatte. „Und wir hoffen natürlich auf eine unkomplizierte Abnahme unseres kleinen Schantles, wohlwissend, dass unsere Mutterzunft nicht wirklich auf Kinderschantle steht. Der Kerle isch aber schon viele Jahrzehnte sauber g’loffe“, so der Narrenmeister.

Auch der Blick auf 2027 lasse die Zunft nicht wirklich aufatmen, denn das Jahr stelle die Narren vor ganz neue Herausforderungen. Die Hauptfasnet sei acht Tage früher und zusätzlich stehe der Narrentag in Elzach an.

Bürgerball auf der Kippe

„Geschickterweise ist der Termin des Narrentags auf unserem Bürgerballwochenende. Vielen Dank für die Verhandlungen liebe Mutterzunft. Mir schmeißet euch auch mal wieder einen Stein in da Garte“, sagte der Narrenmeister leicht ratlos, wie man das handhaben werde. „Wir werden hier nochmals das Gespräch in der Vereinsgemeinschaft suchen, um eine Lösung für einen Bürgerball 2027 zu finden. Ansonsten steht er aktuell ehrlich gesagt auf der Kippe, was uns das Herz bluten lassen würde“, ließ er wissen.