Jo Aiple (links) und Heinrich Del Core moderieren gemeinsam mit Werner Mezger live aus dem Kraftwerk. Foto: Siegmeier

Ein vielschichtiges Bild der Rottweiler Fasnet zeichneten die Moderatoren von "Fasnet dahoim", Werner Mezger, Heinrich del Core und Joo Aiple live aus dem Kraftwerk. Das Programm für die vierstündige Sendung hatte die Stadtverwaltung mit vielen Unterstützern organisiert – quasi als Ersatz für den abgesagten Narrensprung.

Rottweil - "Unser Alternativ-Angebot wurde sehr gut angenommen. Angesichts der Gefahren durch die Pandemie war das die richtige Entscheidung", freute sich Rottweils Oberbürgermeister Ralf Broß. "Wir haben sehr viele originelle Video-Beiträge aus dem Städtle erhalten", so Ines Gaehn vom Stadtmarketing, die sich mit ihrem Team und dem "hak design studio" federführend um die Konzeption des Livestreams gekümmert hat.

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Unterstützt wurde die Übertragung von der "trend factory Rottweil" mit den Technikern von "eventtechnik" sowie Can Yoldas, der die Regie führte.

Ende um 12 Uhr

In launiger Stimmung moderierten Mezger, del Core und Aiple. Sie trugen die Fasnet, ihre Geschichte und Geschichten in die Bürgerhäuser und in alle Welt hinaus. Da gab es Einblicke in das kleine Narrenmuseum im Haus 1, in so manches Haus beim Aufsagen, Filme von Schmotzigengruppen, aber auch von den Töchterzünften Zimmern und Altstadt. Die Zuschauer aus aller Welt erfuhren, wie schwierig es ist, bis die Pferde ordentlich auf den Narrensprung vorbereitet sind und welche Bedeutung die Narrhalla hat. Die Zuschauer konnten so manchen Beitrag und manches Foto beisteuern.

"So umfänglich wie in unserer Sendung hat man die Fasnet sonst selten erlebt", betonte Werner Mezger. Ein größerer Beitrag war dem neuen Narrenfilm von Sigrun Köhler und Wiltrud Baier gewidmet. So bekamen die Zuschauer interessante Einblicke in das Filmprojekt der Grimme-Preisträgerinnen, die live zugeschaltet waren. Premiere soll im November sein. "Es ist der herausragendste Film über die Rottweiler Fasnet seit langem", lobte Mezger.

"Ich hoffe wir sehen uns im nächsten Jahr nicht wieder hier, sondern hinterm Schwarzen Tor", hieß es pünktlich zum Ende um 12 Uhr. Aber: s‘ghot dagega.