Beim Häsauslufta an Dreikönig war die Narrenzunft Haigerloch zum ersten Mal auf der Gass. Foto: Max Bäurle

Im Raum Haigerloch sind am Vorabend von Dreikönig und am Dreikönigstag selbst die Narren erwacht. Sie lüfteten ihre Häser aus. Zahlreiche neue Hexen wurden ebenso getauft.

Zum traditionellen Häsauslufta an Dreikönig trafen sich zahlreiche „Grombiradrucker“ die Einzelfigur „Stadtbutz“, die beiden Weißnarren „Uhrafiedla“ und „Remple“, eine große Gruppe „Fledermäuse“ sowie die Bräutelgesellschaft auf dem Festplatz. Von dort aus zog man mit der als „Lumpen“ verkleideten Stadtkapelle vorneweg los zum Umzug durchs Wohngebiet Weildorfer Kreuz.

 

Die Zuschauer am Straßenrand durften nicht nur einen schönen, sondern aufgrund einer hohen Teilnehmerzahlen recht langen Umzug bewundern. Nicht nur die Musik der Stadtkapelle, auch die lauten Rätschen der „Grombiradrucker“ kündigten den Beginn der fünften Jahreszeit an. Zur Absicherung des Trosses trugen einige Bräutelbuben Fackeln.

Bevor man das Hotel-Restaurant „Krone“ ansteuerte, legte die Narrenschar in der Pizzeria „Calimero“ in der Hohenbergstraße einen Zwischenstopp ein.

Imnauer Laibedal-Hexen eröffnen die Fasnet

Am Vorabend vor Dreikönig eröffnete der Verein bei sibirischer Kälte im knappen zweistelligen Minusbereich mit einer Maskenabstaubete und Hexentaufe die Fasnet.

Mit dem Hexenwagen zog man in einem Fackelzug vom Dorfplatz über den Friedhof zur Feuerstelle in die Grainthalde, wo die Zeremonie im Fackelschein stattfand. Hexenmeister Patrick Visel taufte mit Sonja Schramm, Jassy Willnauer, Sabrina, Patrick, Kim und Pius Freinecker, Marko Mauch, Adrian Singer und Daniela Singer gleich neun neue Hexen und nahm sie in die Gruppe der jetzt 39 Aktiven auf.

Mit dabei waren auch der Vereinsvorsitzende Markus Kiefer und seine Vize Madlen Schulz, welche die hungrigen Hexen neben Getränken wie Apfelglüher auch mit Maultaschen und Kartoffelsalat versorgten. Gleich am kommenden Wochenende geht es für die Laibedal-Hexa zu den Narrenjubiläen nach Trillfingen und Felldorf.

Hexentaufe im vermutlich ebenso eisigen Bittelbronn

Die Kittelsteigweible trafen sich am Vorabend vor Dreikönig auf dem Platz vor der Kirche zur Taufe neuer Hexen. Die beiden neuen Hexenmeister Daniel Pfister und Tobias Schneider hießen die Anwesenden willkommen und richteten Worte des Dankes an ihren Vorgänger Michael Fechter.

Dann erfolgte der Einmarsch der Kittelsteigweible, die von Pfister und Schneider gründlich abgestaubt wurden, ehe die sechs Anwärter für die Gruppe der Kittelsteigweible herbeigerufen wurden. Diese „freuten“ sich über Fasnetsküchle – leider mit Knoblauchfüllung versehen, und ein kleines Schnäpschen.

Im Anschluss legten sie ihren Hexeneid ab, erhielten ihre Masken und setzten diese auf. Über die vor ihnen liegenden Bretter marschierten sie dann symbolisch in die Hexengemeinschaft hinein. Sie tragen nun Namen wie Odilla, Brechta oder Adelgund. Zum Abschluss boten einige Hexen – neue und alte – eine Pyramide dar. Es folgte eine Party in der Narrenstube im Rathaus.

In Gruol werden Fransen gewädelt und Hexen getauft

Dire Gruppen des Narrenvereins zogen am Vorabend von Dreikönig durch den Flecka, und staubten in den Häusern der Narren die Häser ab. Später trafen sich alle im Saalbau zu einer Party mit diversen Getränken, Gulaschsuppe oder Bauernvesper.

Zudem wurden am Montagabend für regelmäßige Teilnahmen an Umzügen Jana Abrell, Denise Schneider und Melanie Ott mit dem Butzblech in Silber dekoriert, das Butzblech in Bronze nahmen Julia Schneider und Alexandra Fechter mit nach Hause. Etwas später folgte außerdem vor dem Saalbau die Taufe von fünf neuen Hexen mit einer entsprechenden Zeremonie.

Richtige Fasnetssause am Vorabend vor Dreikönig in Hart

Zuerst führte der als Lumpen verkleidete Harter Musikverein, die mit Fackeln ausgestatteten Hästräger des Narrenvereins Hart in einem Umzug von der „Molke“ in der Ortsmitte zur nicht weit entfernten Eichwaldhalle. Dort stellte der Narrenverein den Narrenbaum auf, was im Handumdrehen erledigt war.

Anschließend ging es in der gut gefüllten Halle weiter, wo der Musikverein erneut spielte und die Bambini-Garde als Schlümpfe kostümiert vor Pilz-Attrappen ihr Talent zeigten. Bei der Minigarde drehte sich alles um eine kaputte Lampe, die ein herbeigerufener Handwerker reparierte.

Danach ging es für die meisten wieder nach draußen, wo die Neuaufnahme der Figuren der Harter Fasnet stattfand. Acht neue Speckfresser wurden mit Speck eingerieben und in einen Eisbottich getunkt, mussten einen Knoblauchschnaps zwitschern und erhielten schließlich noch einen Stempel. Sie erhielten Namen wie Hugo, Kuni oder Remko.

Von den beiden neuen Hexen wurde verlangt, ihren Kopf in einen Sud zu stecken, sie wurden Irmela und Lanzo „getauft“, und das neue Mitglied in der Zigeunergruppe wurde mit einer Flüssigkeit bespritzt und musste einen Knoblauchschnaps trinken.

Und schon ging es wieder zurück in die Halle, wo die als Kegel kostümierte und bemalte Juniorgarde unter dem Motto „Bowling“ auftrat.