Foto:  

In bester Feierlaune zeigten sich Narren und Zuschauer beim sonntäglichen Fasnachtsumzug durch Schopfheim. Über zwei Stunden hinweg zogen die Hästräger durch die Innenstadt.

Vor allem in der Innenstadt drängten sich die Zuschauer zu Tausenden, um sich von der guten Laune mitreißen zu lassen, die die Narren über zwei Stunden hinweg auf die Straßen zauberten. Angeführt wurde das Narrendefilee traditionsgemäß von Aruba-Band, Kinderstatthalter „Louis vo de Hexe“ und Statthalter „Max vom Viehmärt“, der – seinem Zweit-Narrensitz sei Dank – gleich zwei Wagen sein eigen nennen durfte: Einmal den hergebrachten Schopfheimer Statthalterwagen, einmal das Gefährt der Hasler Höhli-Teufel, die ihren Party-Wagen kurzerhand umgewidmet hatte.

 

Witzige und wilde Wesen

Knorzige Hexen und strahlende Sternen, wuschelige Fellwesen und großnasige Waggis, ein wilder Piratenhaufen hier und daherschlurfende Pestbeulen dort: Auf der Umzugsstrecke tummelten sich wieder ejede Menge witziger, wilder, grimmiger und gruseliger Wesen.

Besonderer Hingucker waren auch in diesem Jahr die insgesamt fünf Motto- und Vogten-Wagender Zinken, die die Schopfheimer Aufreger-Themen aus Korn nahmen. Auf keinen Fall fehlen durfte da natürlich das naturtrübe Naturbad mit dschungelhaftem Pflanzenwuchs und wüstem Wüst-Nachfolger, das der Sternen-Zinken durchs Städtchen rollte. Und apropos Natur-Gewässer: Dass die Fahrnauer Wiesenbrücke nun schon seit bald einem Jahr geschlossen ist, macht gar nix – schließlich schippert der Städtli-Zinken ab sofort mit der Fähre „Wieseblitz“ durchs Geschehen.

Wohlfühloase im Park

Der Hexenzinken hatte den Stadtpark zur Wohlfühle umgewandelt – Wellensurfen auf dem tosenden Wuhr und wiederbelebte Vogelvoliere inklusive, und von der Außengastro des „Parkcafé Tessy“ aus alles bestens im Blick. Apropos Vogelvoliere: Wo die Stadt noch drüber sinniert, wie deren Wiederbelebung funktionieren könnte, hat der Schlattholz-Zinken im Rathaus längst eine ganze Kolonie Galgenvögel und Pleitegeier ausgemacht, die hier jede Menge fauler Eier ausbrüten... Das Restaurant geschlossen – und s’Glögglers präsenter denn je: Diesem Phänomen, widmete sich der Städtli-Zinken und bespielte damit das diesjährige Schopfheimer Fasnachtsmotto: „E bizzeli Geschäft isch meh wie nüt, so sieht’s de Glöggler Hansi hüt.“ Und Mit dem „Blitzerwahn in Schopfe“ kam durch den Auma-Zinken schließlich auch der Schopfheimer liebstes Aufregerthema –Verkehr – zu seinem Recht.