Die Kinder- und Jugendclique Ohreputzer marschierte spielend durch den Grüttpark. Die schrägen Klänge animierten zahlreiche Spaziergänger zum spontanen Tanzen. Vor allem die Kinder hatten ihre Freude an dem Spektakel. Foto: Holger Schlicht

Wer am Sonntag im Lörracher Grüttpark spazieren ging, dem konnte es durchaus passieren, dass ihm eine lautstark spielende Guggenmusik entgegen kam.

Oder der Spaziergänger hörte das Trommeln aus der Ferne und wunderte sich, warum es sich jetzt im Januar schon nach Fasnacht anhörte.

 

Der Grund dafür waren die Marschproben einiger Guggenmusiken aus Lörrach, dem Umland sowie aus der Schweiz. Bei der Marschprobe handelt es um eine mittlerweile feste Größe in der Lörracher Fasnacht, bei der die eingeladenen Guggen frei durch den Grüttpark marschieren und ihre Stücke im Laufen und vor Publikum, in diesem Fall den Sonntagnachmittags-Spaziergängern, proben.

Vom Grüttpark auf die Stadionbühne

Nach dem Probemarsch dürfen die einzelnen Guggen noch im Grüttparkstadion vor Publikum auf einer Bühne auftreten. Dieses war schon gut besucht, die Zuschauer konnten sich mit heißem Glühwein, alkoholfreiem Punsch, gekühltem Sekt oder einer Bockwurst, Kuchen oder knusprigen Waffeln versorgen und den schrägen Tönen der jeweils spielenden Guggenmusik lauschen.

Waffeln für die Kinderhilfe

Seit Mai 2023 sind die Schlurbis offizieller Partner der Kinderhilfsorganisation „Tapfere Herzen“, die auch mit einem Stand im Grüttpark vertreten war. Den Erlös aus dem Waffel- und Kuchenverkauf dürfen die Tapferen Herzen vollständig einbehalten.

Seit dem Jahr 2023 findet die Zündschnur-Marschprobe, organisiert und veranstaltet von der Trottwarschlurbi-Clique aus Lörrach, im Grüttpark statt. Die Marschprobe ist zur Tradition geworden, erzählt Benjamin Nienholdt, Major der Trottwarschlurbi-Clique, im Gespräch mit unserer Zeitung. Sie findet immer am ersten Sonntag nach Drei König im Grüttparkstadion statt. Es sei dies auch die erste Fasnachtsveranstaltung im neuen Jahr in Lörrach.

Die Reblandfetzer aus Eimeldingen auf der Bühne im Grüttparkstadion Foto: Holger Schlicht

Leider waren dieses Jahr nur sechs der acht eingeladenen Guggenmusiken dabei, zwei mussten krankheitsbedingt absagen. Das tat der guten Laune aber keinen Abbruch, dafür spielte jede Gugge eben etwas länger auf der Bühne und die Trottwarschlurbi traten zweimal auf, nämlich am Anfang und zum Schluss. Auch bei den Marschproben im freien Grüttgelände konnte man den einen oder anderen Spaziergänger sehen, der zu zu den fetzigen Rhythmen tanzte, vor allem die Kinder fanden sichtlich großen Gefallen an den schön-schrägen Tönen im sonst ruhigen Grüttpark.