Mit Einsetzen der Dunkelheit erstrahlten die Flammen am Samstag auf dem Wyhlener Mühlrain. Foto: Rolf Rombach

Vom Zehnthaus über die Schützenstraße führte am Samstagabend ein langer Fackelzug hinauf zum Wyhlener zum Fasnachtsfeuer.

Zum traditionellen „Schiibefüür“ auf dem Mühlerain kamen am Samstag unzählige Besucher an das Wyhlener Zehnthaus.

 

Dort verteilten Mitglieder der Jugendfeuerwehr kostenlos Fackeln, mit denen es dann über die Kloster- und Schützenstraße im gemeinsamen Zug den Fuß des Rührbergs hinaufging. Über mehrere hundert Meter zog sich die Prozession mit vielen Familien, die auf dem freien Feld mit bestem Blick auf Wyhlen und die Umgebung endete.

Mehrere kleine Feuer und der große Haufen mit viel Reisig warteten nur noch darauf, entzündet zu werden, was gegen 19 Uhr dann der Fall war. Zunächst noch mit viel Rauch entwickelte sich langsam das große Feuer, das weithin sichtbar war und mit dem unter anderem nach heidnischem Brauch der Winter ausgetrieben werden soll.

An den kleineren Brandherden wurden die traditionellen Holzscheiben zum Glühen gebracht, die dann über Rampen ins Tal geschlagen wurden – zumindest dann, wenn alles wie vorgesehen klappte. Manches Quadrat kam auch nur wenige Meter neben dem Start bereits zum Liegen. Um bei Bedarf sofort eingreifen zu können, war eine Löschgruppe der Freiwilligen Feuerwehr vor Ort.

Da keine Bewirtung stattfand, mussten sich die Gäste selbst behelfen. Neben Warm- und Kaltgetränken brachten einige Gruppen eigene Campingstühle oder Picknickdecken mit, um gemütlich sitzend dem Treiben zuzuschauen und sich auszutauschen. Allerdings war nicht jeder Zeitgenosse optimal vorbereitet, weshalb sich einige Besucher an den Büschen oberhalb des Platzes zu schaffen machten, um sich Stecken für das Scheibenschlagen herzustellen